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150 Feuerwehrleute traten an, den toten Kamerade zu gedenken

11. August 2017
150 Feuerwehrkameraden waren angetreten, um den beim Waldbrand verstorbenen Kameraden die Ehre zu erweisen. Fotos: Schaffhauser, Samtgemeindepressesprecher
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Meinersen. 42 Jahre ist es her, dass bei den verehrenden Waldbränden in unserer Region bei Meinersen fünf Feuerwehrkameraden aus Fallersleben und Hohenhameln ums Leben kamen. Am gestrigen Donnerstagabend gedachten 150 Feuerwehrmitglieder sowie zahlreiche Zivilisten am Gedenkstein östlich von Meinersen an dieses traurige Ereignis.

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Dabei wurde auch eine Gedenktafel eingeweiht, die auf Anregung der Meinerser Schülerin Tjadina Heuer aufgestellt wurde und an das Feuer sowie die fünf darin umgekommenen Feuerwehrkameraden erinnert.

Der ehemalige Abschnittsleiter Süd und stellvertretende Kreisbrandmeister Volkhard Weber erinnerte an die schrecklichen Ereignisse im Sommer 1975.

Volkhard Weber

Er betonte, dass sich jährlich die Kameraden bei Meinersen treffen, um diesen zu Gedenken. „Darunter sind auch viele junge Menschen, die die Ereignisse nur aus der Literatur oder vom Hörensagen kennen“, so Weber weiter. „Sicherlich habt ihr im Laufe der Jahre eure Zugehörigkeit zur Feuerwehr viel erleben müssen, so manche komplizierte und auch tragische Einsätze erlebt“, betonte er. Dennoch halte sie nichts davon ab, den verantwortungsvollen und engagierten Dienst am nächsten weiter auszuüben. „Diese Menschen braucht unser auf Ehrenamt aufgebautes System.“

Positive Entwicklung in der Waldbrandbekämpfung

Und auch wenn in unserer Region die Anzahl der Waldbrände immer weniger werde, so werden die Aktiven der Feuerwehren bei vielen anderen Ereignissen – wie zum Beispiel die Hochwasser der vergangenen Wochen – intensiv gefordert. In Sachen Waldbrandbekämpfung habe sich seit 1975 einiges getan. So werden kaum noch Monokulturen angelegt, zusätzliche Wasserentnahmestellen sind vorhanden und die Kommunikation sei hervorragend. Außerdem werden die Wälder bei Trockenheit mit Flugzeugen und Kameras überwacht. Nicht zuletzt sei die technische Ausrüstung der Feuerwehren mit Tanklöschfahrzeugen sowie die Ausbildung der Feuerwehrleute enorm verbessert worden.

„Geblieben ist bei allen Feuerwehrkameraden die unabdingbare Bereitschaft zu helfen, sich einzusetzen zur Rettung von Mensch und Tier, zum Schutz von Mensch und Tier“, so Weber. „Nur so kann verhindert werden, dass sich so ein schreckliches Ereignis, wie es sich hier am 10. August 1975 zugetragen hat, wiederholt.“

Ein Ort zum Gedenken

Für die fünf Feuerwehrkameraden wurden Kränze niedergeleg

Mit einem Gedenkstein sowie fünf kleineres Steinen wird an die fünf verstorbenen Kameraden gedacht: Brandmeister Helmut Wille, die Haupfeuerwehrmänner Gerhard Schlie und Kurt Fischer aus Fallersleben sowie die Feuerwehrmänner Hartmut Oelkers und Otto- Oskar Könneker aus Hohenhameln.

Darüber hinaus erinnert jetzt eine Tafel an die Geschehnisse im August 1975. Dabei sind auch die Bilder der fünf Kameraden sowie deren Lebenslauf dargestellt. Die Idee hierzu kam von der Meinerserin Tjadina Heuer. Die 16- jährige hatte bereits vor zwei Jahren bei der Samtgemeinde angeregt, mit einem Hinweisschild am Leiferder Weg im Ort sowie dem Schild am Gedenkstein über das Unglück zu informieren.

„Die junge Generation erfährt so viel mehr über die Katastrophe“, so Heuer. Auch hat sie bei der Gemeinde Meinersen angeregt, dass doch Straßennamen nach den fünf Feuerwehrkameraden benannt werden können.

Der ehemalige Abschnittsleiter Süd Volkhard Weber mit Tjadina Heuer und Ordnungsamtsleiter Ralf Heuer

Lesen Sie zum Gedenken bei der Feuerwehr in Fallersleben:

Kranzniederlegung: Feuerwehr gedenkt Opfern von 1975

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