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Alexander Sowa gewinnt Ideenwettbewerb „Kunst im Stadtbild“

29. Oktober 2017
„Neuer Schacht Wolfsburg“. Foto: Stadt Wolfsburg
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Wolfsburg. Wie die Stadt informiert, ist ist Alexander Sowa von der Giebichenstein Kunsthochschule Halle der Gewinner. Mit seinem Beitrag „Neuer Schacht Wolfsburg“ ist er der Preisträger des Ideenwettbewerbs -Kunst im Stadtbild - KiS - für den künstlerischen Nachwuchs 2017.

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Am vergangenen Freitagabend hatte das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation der Stadt Wolfsburg in Kooperation mit dem Junge Kunst e.V. zur Ausstellungseröffnung und Preisverleihung des Ideenwettbewerbs für den künstlerischen Nachwuchs 2017 in die Galerieräume eingeladen. Die von der Jury nominierten Wettbewerbsbeiträge wurden präsentiert und die Preisträger bekanntgegeben.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Junge Kunst e.V., Dr. Anke-Catrin Paulsen, würdigte Dr. Hans-Joachim Throl, Vorsitzender des Kunstbeirates der Stadt Wolfsburg und Vorsitzender der Jury Kunst im Stadtbild – KIS, Ideenwettbewerb für den künstlerischen Nachwuchs, die eingereichten Arbeiten der jungen Künstler. In der sich anschließenden Preisübergabe beglückwünschten Dr. Hans-Joachim Throl und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide den 1. Preisträger Alexander Sowa und zeichneten ihn für seine Arbeit „Neuer Schacht Wolfsburg“ aus.

Symbolischer Bezug auf die frühere Schachtanlage

Der Preisträger Alexander Sowa ist gebürtiger Stuttgarter und Meisterschüler bei Prof. Rolf Wicker an der Burg Giebichenstein in Halle. Seine Idee Neuer Schacht Wolfsburg sieht auf der Freifläche im Schachtweg die Installation eines von innen beleuchteten Soleschachts mit einer Schachtabdeckung vor, in der ein eingebrachter Glasboden den Blick in diesen Schacht ermöglicht. Der mit Sole gefüllte Schacht mit einer Tiefe von 7,5 Metern und einem Durchmesser von 3,6 Metern nimmt symbolisch Bezug auf die frühere Schachtanlage Gewerkschaft Rothenfelde. Entsprechend der Richtlinien der Schachtverwahrung ist er mit einer Betonabdeckung – hier mit eingelassenem Glas – verschlossen und mit zwei Schildern markiert. Tagsüber lässt sich beim Blick in den Schacht, scheinbar über der Tiefe schwebend, das Gefühl von Faszination aber auch Unbehagen erfahren. Die Ausdehnung des Raumes tatsächlich zu erfassen fällt aus diese Position sehr schwer. Nachts hingegen strahlt das Licht in die Höhe und verändert die Wahrnehmung der Umgebung und schafft damit einen neuen Raum.

Sicherheit beziehungsweise Unsicherheit auf dem eigenen Weg

Die mit einer Anerkennung von der Jury honorierte Arbeit „Trockenen Fußes“ von Sabine Klenke (Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg), thematisiert in Form eines „begehbaren“ Sees die Sicherheit beziehungsweise Unsicherheit auf dem eigenen Weg zu einem sicheren Zielort. Ein flachangelegter See wird mit festen und beweglichen „Trittsteinen“ versehen, die ein Überqueren zum anderen sicherem Ufer ermöglichen. Beim Tritt auf eine der beweglichen Flächen, ist ein Eintauchen ins Wasser unvermeidlich und die Füße könnten nasse werden. Gibt es überhaupt einen sicheren Weg ans andere Ufer? Dies kann durch Ausprobieren auf spielerische Art herausgefunden werden. Mit Bezug auf Wolfsburgs Geschichte, dem sicheren Arbeitsplatz für italienische Gastarbeiter und der Aufnahme von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten, hat die Ottersberger Studentin Klenke diesen Vorschlag für den Wolfsburger Stadtraum entwickelt. Auch bei der Standortwahl nahe dem Mahnmal der Heimatvertriebenen auf dem Klieversberg stellt sie eine Verbindung zu Wolfsburg her. Sowohl der Umgang mit Unsicherheit als auch die Hinterfragung der eigenen Sicherheit sind Aspekte dieses Vorschlags.

Als Nominierte sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen: Ute Elisabeth Herwig / Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg („Frischzellen“), Bayahro Sangyong Lee / Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart („Fallende Wolke“), Sebastian Pralle / Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ( „System/Filter“), Wenke Wollschläger / Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg („The cube“).
Alle Kunstwerke werden noch bis zum 24. November in der Galerie Junge Kunst e.V, Schillerstraße 23 gezeigt.

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