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Christian Kohlund in der Netzwelt – Theater zum Nachdenken

7. Februar 2018 von
Auf der Bühne des Wolfsburger Scharoun-Theaters gab es gestern einen Ausflug in die virtuelle Welt des Nethers zu erleben. Foto: Jonas Walter
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Wolfsburg. Die Netzwelt: Theater zum nachdenken gab es gestern Abend im Scharoun-Theater Wolfsburg. Fernsehstar Christian Kohlund, der schon in Sendungen wie Tatort oder Schwarzwaldklinik zu sehen war, verkörpert im Internet-Thriller „Die Netzwelt“ einen Internet-Domänen-Betreiber, der User zu Taten verführt, die sie in ihrem normalen Leben nie getan hätten.

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Nur gibt es im Nether, so heißt das optimierte Internet der Zukunft, keinerlei Konsequenzen. Als Ermittlerin Morris, verkörpert durch Kathrin Ost, auf diese Welt aufmerksam wird, beginnt eine Auseinandersetzung zwischen den Akteuren, zwischen Realität, Virtualität und Moralität – ein unfassbar schwieriges Thema mit hochtechnologischen Inhalten. Virtual Reality, Internetdomänen, Serverstrukturen… Es entfaltete sich ein Schauspiel zum Thema Digitalisierung und Vernetzung der Welt. Müssen auch die Gedanken kontrolliert werden? Gibt es moralische Grenzen in der Vorstellungskraft des Menschen? Existieren Dinge nur nicht, weil sie virtuell sind? Diesen und vielen weiteren Fragen widmete sich das Stück Netzwelt.

Eine Welt ohne Konsequenzen – ist das vorstellbar? Kann oder darf so etwas in der nahen Zukunft existieren? Die Zuschauer wurden mitgenommen auf eine Reise, in der viele dieser Fragen eine alltägliche Relevanz bekommen haben. Das sogenannte „Hideaway“, das von Kohlund beziehungsweise „Papa“, wie Herr Sims im Stück genannt wird, erschaffen wurde, ist der Ort an dem die Menschen ihren tiefsten Gelüsten nachgeben können. Die Schauspieler wissen mit spannend inszenierten Dialogen, komplexen Thematiken und einer optisch beeindruckenden Bühnenarbeit vor allem im Nether die Zuschauer über die gesamte Spielzeit in ihren Bann zu ziehen.

Sieben Schauspieler und fünf Charaktere

In Netzwelt schlüpfen Menschen in eine andere Haut. Eine Haut, die ihnen passt und gefällt. Wenn jede Person in Erscheinung treten kann wie sie möchte, dann sind wir in einer vollkommen virtuellen Welt angekommen. Doch auch heutzutage streben wir nach gesellschaftlich vordefinierten Schönheitsidealen. Zeigt uns dieses Theaterstück also nur einen einfacheren Weg zu Dingen auf, die wir uns eh schon wünschen? Personen schlüpfen in die Rollen anderer Körper, in der sie sich wohler fühlen. Vielleicht sogar wohler als in ihrem eigentlichen Ich. Diese wunderschön gestaltete Welt Kohlunds lädt die Besucher zum bleiben ein. Sie ist so perfekt, dass einige gar nicht mehr gehen möchten…

Hören Sie im Podcast selbst, was das Publikum des Stücks im Anschluss zu sagen hatten:

 

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