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Ein Blick hinter die Kulissen beim Tag der Architektur

19. Juni 2017 von
Die Stadt und die beteiligten Architekten freuen sich auf zahlreiche Besucher beim Tag der Architektur. Foto: Eva Sorembik
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Wolfsburg. Am Sonntag, 25. Juni, findet der 22. Tag der Architektur statt. Bundesweit werden an diesem Tag neue Gebäude und Anlagen für Besucher zur Besichtigung geöffnet. Für alle Architekturinteressierten die Chance, neue Architektur zu erleben. In Wolfsburg können an diesem Tag sechs Projekte besichtigt werden.

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Mit sechs Objekten bietet die Stadt ein breites Spektrum an Projekten, bei denen die Besucher an diesem Tag bei Führungen einen Blick hinter die Kulissen werfen und mit Bauherren und Architekten ins Gespräch kommen können.

Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide ist stolz, dass die Stadt in diesem Jahr so stark vertreten ist. Gerade die städtische Wohnbauoffensive habe inzwischen viele vorzeigbare Ergebnisse erbracht, die auch die Auswahlkommission der Architektenkammer Niedersachsen überzeugten. „Hier wird noch einmal eindrücklich unterstrichen, dass es trotz enormen Wohnbaudrucks auch um Qualitäten geht für die Menschen, die hier im besten Fall Jahrzehnte leben werden“, unterstreicht Hirschheide. Neben drei Wohnungsbauprojekten sind zwei Projekte der Stadt Wolfsburg im Bereich Schule dabei sowie ein neues Vereinshaus am Allersee zu sehen.

Insgesamt 17 kostenfreie Führungen bieten die Architekten und Landschaftsarchitekten am Tag der Architektur an. Sie erklären ihre Baukunst und stellen sich den Fragen und Meinungen der Besucher. Die Bauten werden von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zusätzlich wird in der Woche vom 14. bis 25. Juni ein buntes Programm im Rahmen der sogenannten „ArchitekturZeit“ geboten.

Broschüren zum Tag der Architektur 2017 sind in Kürze in beiden Rathäusern der Stadt Wolfsburg und in der Kulturinfo des Alvar-Aalto-Kulturhauses erhältlich. Weitere Informationen finden sich unter www.aknds.de.

Die einzelnen Projekte:

Foto: Lars Landmann

Neue Schule Wolfsburg

Entwurf für den Neubau zur Erweiterung der Neuen Schule Wolfsburg von Kirstin Bartels, damals Partnerin bei div.A arkitekter in Oslo, ging 2010 als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervor. Kirstin Bartels hat den Entwurf und die Planung des Projektes bis zum Bauantrag weitergeführt und anschließend die gestalterische Oberleitung bis zur Fertigstellung des Gebäudes übernommen. Für die Ausführungsplanung zeichnete das Büro Schneider + Sendelbach, Braunschweig verantwortlich.

Vom Haupteingang an der Heinrich-Heine-Straße betritt man das Foyer und die „gemeinsame Mitte“, einen großzügigen und fließenden Raum, der sich nach Süden zum Schulhof hin öffnet. Im Obergeschoss gliedern sich die vier Jahrgangscluster der Sekundarstufe I für rund 400 Schüler um den dreigeschossigen, offenen Raum. Das neue „Herzstück“ der Schule geht aus von einer Bühnensituation im Untergeschoss und entwickelt sich über die ansteigenden Sitzstufen und einen großen Luftraum über die ganze Gebäudehöhe, gekrönt von einem großen Oberlicht. Die schulischen Außenanlagen wurden durch das hannoversche Büro Lohaus + Carl gestaltet.

Neue Schule Wolfsburg (Sek I), Heinrich-Heine-Straße 36, 38440 Wolfsburg, Führungen um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr

Foto: lad+

Vorplatz Schulzentrum Westhagen

Ein Projekt der Stadtsanierung ist die Neugestaltung der Eingangssituation am Schulzentrum Westhagen und der Freiflächen der nördlichen Halberstädter Straße sowie des Lehrerparkplatzes. Der Umbau stellt ein zentrales Projekt im Rahmen der Teilnahme Westhagens am Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ dar. Die gebaute Variante hatte sich in einer Planungswerkstatt 2014 mit Anwohnern der Halberstädter Straße sowie Vertretern des angrenzenden Schulzentrums und des Jugendzentrums entwickelt.

Bürgerbeteiligung bei Bauprojekten im Rahmen der Sozialen Stadt hat in Westhagen Tradition, denn Planungen, die von möglichst vielen Menschen mitgestaltet werden, erfahren eine hohe Akzeptanz. Durch Umgestaltung wird der Vorplatz des Schulzentrums zum Blickpunkt der von Säuleneichen gesäumten Erschließungsachse. Polygonal gestaltete Pflanzinseln schaffen Aufenthaltsqualität und Intarsien aus Ortbeton bieten Aktionsfelder im Platz.

Schulzentrum Westhagen, Halberstädter Straße 30, 38444 Wolfsburg, Führungen um 12 und 13 Uhr

Foto: Klemens Ortmeyer

Wohnanlage Neue Burg

Ein viel beachtetes Sanierungsprojekt über Wolfsburg hinaus ist die „Neue Burg“ in Detmerode. Der dritte und letzte Bauabschnitt wurde im Herbst 2016 bezogen. Nach dem Teilrückbau und der Sanierung von Teilen der Großwohnanlage der 1960er Jahre wurden hier im Auftrag der städtischen Wohnungsgesellschaft Neuland insgesamt 92 Wohnungen neu errichtet. Sie wurden entworfen vom Büro KSP Jürgen Engel Architekten, Braunschweig.

Die originale Stadtstruktur der Wohnanlage „Burg“ wird durch die neuen Gebäude aufgenommen, jedoch in einzelne Baukörper gegliedert. Direkt an der John-F.-Kennedy-Allee entstand ein siebengeschossiger Kopfbau als Orientierungsmarke. Er ist zentraler Begegnungsort im Quartier mit Gewerbeflächen für die Nahversorgung und Gemeinschaftsflächen. Das Erscheinungsbild der sieben Mehrfamilienhäuser wird durch die grundsätzlich für Detmerode typischen weißen Putzflächen geprägt, jedoch farbig akzentuiert.

John F.-Kennedy-Allee 41, 38444 Wolfsburg,  Führungen um 11, 13 und 15 Uhr

Foto: Andreas Bormann

Wohnen am Stadtwald

Für das innerstädtische Quartier „Wohnen am Stadtwald“ entstanden 16 Reihenhäuser und 9 Stadtvillen mit 51 Eigentumswohnungen rund um einen zentralen Platz nach Entwürfen von ksw architekten + stadtplaner, Hannover und O.M. Architekten, Rainer Ottinger, Braunschweig. Der Bebauung östlich der grünen Mitte kommt städtebaulich eine große Bedeutung zu.

Je drei Mehrfamilienhäuser gruppieren sich zu einer Nachbarschaft auf einem angehobenen, steinernen Plateau und docken mit dem jeweils nördlichsten Haus an den öffentlichen Platzraum an. Ein klares Rückgrat auf der Westseite des Platzes bildet eine dreigeschossige Reihenhauszeile, die in vier Abschnitte gegliedert ist. Die Gebäude werden hier allerdings nur von außen gezeigt, eine Wohnungsbesichtigung ist nicht vorgesehen.

Auf der Sonnenwiese/Am Sprungturm, 38444 Wolfsburg (Treffpunkt: Auf der Sonnenwiese 2-6),  Führungen um 11, 12.30 und 14 Uhr

Foto: Sandor Kotyrba

Wohnen am Glockenberg

Volkswagen Immobilien ist Bauherr für das Projekt „Wohnen am Glockenberg“ in Fallersleben. Auf dem Grundstück an der Dresdener Straße wurden drei lineare Baukörper mit insgesamt 24 Wohnungen in eine ältere Bebauung eingefügt. Die Wohnhauszeilen sind dreigeschossig und erhielten ein zusätzliches Staffelgeschoss mit Pultdach.

Alle Wohnungen werden von Osten erschlossen und orientieren sich mit dem Wohn- und Essbereich nach Westen und verfügen über eine raumbreite, bodentiefe Verglasung zu Terrasse oder Balkon. Farbige Balkone und variable Sonnenschutzelemente prägen die Gestaltung des Büros hsv architekten aus Braunschweig.

Dresdener Straße 19 A-C, 38442 Wolfsburg, Führungen um 10, 13 und 15 Uhr

 

Foto: KHS Architekten

Bootshaus WRC

Den neuen Ruder-Club, der zwischen Allersee und Mittellandkanal entstanden ist, zeigt das Büro Koller Heitmann Schütz Architekten, Wolfsburg. Rund 60 Boote muss der Club unterbringen, vom kleinen Einer bis zum 17 Meter langen Achter. Die alten Hallen haben ausgedient. Für den Neubau haben sich die Architekten eine Wellenform einfallen lassen.

Ruderclub Wolfsburg, In den Allerwiesen 3, 38440 Wolfsburg, Führungen um 14, 15 und 16 Uhr

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