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Fall Podehl: Landgericht prüft Verfahrenseröffnung

22. September 2017 von
Das Landgericht entscheidet jetzt über das Eröffnungsverfahren. Symbolfoto: Anke Donner
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Wolfsburg/Braunschweig. Der Fall Podehl geht weiter. Wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig gestern mitteilte, wurde gegen Hans-Ulrich Podehl, ehemaligen Leiter der Polizeiinspektion Wolfsburg/Helmstedt Anklage wegen Bestechlichkeit erhoben. Nun prüft die 8. Strafkammer des Landgerichts Braunschweig die Eröffnung des Verfahrens.

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Dies teilte eine Pressesprecherin des Landgerichts Braunschweig auf Nachfrage von regionalHeute.de mit. 

Podehl wird vorgeworfen, im Herbst 2012 einer ihm dienstlich nicht unterstellten Beamtin eine Stelle bei der Polizeiinspektion Wolfsburg in Aussicht gestellt haben, sofern die Beamtin sich ihm gegenüber auf privater Ebene erkenntlich zeigen würde. Er bestreitet die Tat.

Es ist das zweite Ermittlungsverfahren, das gegen Podehl läuft. Bereits 2016 ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen Podehl. Ihm wurde vorgeworfen, der Leiterin der Zentralen Kriminalinspektion nachgestellt zu haben. Diese Verfahren wurde am 19. September letzen Jahres eingestellt, da das geschilderte Verhalten des Beschuldigten rechtlich nicht die erforderlichen Tatbestandsvoraussetzungen der einschlägigen Strafnorm erfülle.

Disziplinarverfahren ruht weiter

Zuvor hatte auch das Innenministerium ein Disziplinarverfahren gegen den damaligen Leiter der Polizeiinspektion Wolfsburg in die Wege geleitet.  Wie das Innenministerium damals auf Nachfrage von regionalHeute.de mitteilte, wurde das Disziplinarverfahren so lange ausgesetzt, bis die von der Staatsanwaltschaft eingestellten Ermittlungen gegen Podehl rechtswirksam sind. Auf aktuelle Nachfrage von regionalHeute.de, teilte eine Pressesprecherin des Innenministerium heute mit, dass das Disziplinarverfahren aufgrund des neuen Ermittlungsverfahrens weiter ruht.

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