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Freizeitheim Detmerode soll Sparplänen zum Opfer fallen

1. März 2017 von
Jugendliche nutzen die Ausschusssitzung um ihre Meinung zur geplanten Schließung des Freizeitzentrums Detmerode kundzutun. Foto: Eva Sorembik
Wolfsburg. Die Stadt muss sparen: Um einen genehmigungsfähigen Haushalt zu erhalten, sollen Aufwendungen im Geschäftsbereich Jugend um rund 467.000 Euro gesenkt werden. Einer der Leidtragenden beim Ansatz des Rotstifts soll das Freizeitzentrum Detmerode werden.

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Wie Katharina Varga, Leiterin des Geschäftsbereichs Jugend, in ihrer Präsentation in der gestrigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses darlegte, sollen knapp zwei Drittel der Einsparungen, insgesamt rund 279.000 Euro, bei den Personalkosten erfolgen. Neben Streichungen von Stellen im Väterbüro, im Kinderkulturbüro, bei der Schulsozialarbeit und der Jugendhilfeplanung sollen hierfür auch die 2,75 Stellen im Freizeitheim Detmerode den Sparplänen der Stadt zum Opfer fallen.

Für die bei den Kindern und Jugendlichen über die Stadtgrenzen hinaus beliebten Einrichtung bedeutet die Streichung das Ende. Dementsprechend aktiv zeigten sich die Jugendlichen, die als Teamer ehrenamtlich im Freizeitheim Detmerode arbeiten und brachten ihre Meinung mit Protestplakaten in der Sitzung zum Ausdruck. Die Erhaltung des Freizeitzentrums sei Gestaltung der Zukunft, so die Stellungnahme der jungen Wolfsburger.

Jugendliche zeigten Flagge für ihr Freizeitzentrum

Dieses Engagement der Jugendlichen für ihre Interessen wurde von Jugendpfleger Gunnar Czimczik gelobt. Seine Aussage, dass die Streichung der Stellen nicht zwangsläufig das Aus für einen Jugendtreffpunkt in Detmerode bedeute, konnte die Jugendlichen ebensowenig beruhigen wie das Gremium. Die Stadt plane, „sich mit der Schließung des Freizeitheims aus der Aufgabe der Jugendhilfe an dieser Stelle zurückzuziehen und sie einem freien Träger zu überlassen“, so Czimczik in seinen Ausführungen.

Derzeit reicht das Angebot des Freizeitheims von Arbeitsgemeinschaften als Ergänzung zum Schulprogramm der benachbarten Grundschule über Ferienangebote bis hin zu Sommerangeboten in Form eines Spielmobils im Bürgerpark. Ob dieses reichhaltige Programm auch von einem freien Träger angeboten werden könne, sei fraglich, gab Stefan Kanitzky (CDU) in seiner Stellungnahme zu bedenken. 

Übernahme durch freien Träger?

Für das Gremium war die Aussage der Verwaltung, dass der Standort Detmerode als Jugendeinrichtung von einem freien Träger betrieben werden soll, dieser aber natürlich erst gefunden werden müsse, zu vage, um über das Thema mit jetzigen Informationsstand zu entscheiden. So soll über das brisante Thema der Streichung der Personalstellen für das Freizeitheim Detmerode erst in einer Sondersitzung am 14. März abgestimmt werden.

 

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