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G20-Protest: Zwei Wolfsburger in Hamburg

9. Juli 2017 von
Alfred Hartung mit der Trommelgruppe bei der Demo in Hamburg. Foto: Anna Fuchs
Hamburg/Wolfsburg. Der G20-Gipfel in Hamburg wurde von schweren Krawallen überschattet. Dass Protest auch friedlich bleiben kann, zeigte die Großdemo "Grenzenlose Solidarität statt G20" am Samstagmittag. Unter den über 50.000 Teilnehmern war auch das Wolfsburger Ehepaar Mechthild und Alfred Hartung. Einen Tag danach ziehen die beiden ein positives Fazit.

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Mit anderen Mitgliedern der Wolfsburger attac- und der Simon Bolivar Sambatrommelgruppe fuhren die Beiden gestern morgen mit dem Zug nach Hamburg. Vom Deichtorplatz in der nähe des Hauptbahnhofs setzte sich der Zug um 13 Uhr in Bewegung Richtung Westen nach St. Pauli. Die auf dem Heiligengeistfeld geplante Abschlusskundgebung konnte nicht stattfinden, da der Platz gesperrt war. „Die Menschen waren alle entspannt und fröhlich. Bis auf einige kleine Zwischenfälle ist alles friedlich geblieben“, lautet das Fazit von Alfred Hartung, der gemeinsam mit etwa 80 Anderen eine gut hörbare Samba-Trommelgruppe abgab. 

Menschen mit den unterschiedlichsten Anliegen nahmen an der Demo teil. Fotos: Mechthild Hartung (wenn nicht anders angegeben)

Die Probleme der Welt

Mechthild Hartung hebt die vielen verschiedenen individuellen Punkte hervor, die im etwa vierstündigen Zug auszumachen waren. „Auf den Transparenten kristallisieren sich die Probleme der Welt heraus. Viele Menschen haben sich gut überlegt, warum sie an dieser Demonstration teilnehmen“, so die Wolfsburgerin. „Die Menschen wollen, dass sich etwas in der Welt verbessert, sie wissen aber, dass dieses G20-Treffen nichts ändern wird“, ist sich Ehemann Alfred sicher. Hier werde nur viel Geld ausgegeben und in einem halben Jahr wisse niemand mehr, was überhaupt beschlossen wurde.

Mechthild Hartung ist insgesamt mit dem „tollen, großen Zug“ zufrieden. Allerdings bemängelt sie, dass durch die Behinderung der Abschlusskundgebung auch das gewisse „Abschlussgefühl“ fehle. Als Grund für die Sperrung des Heiligengeistfeldes seien Bauarbeiten genannt worden. „Davon war aber nichts zu sehen, für mich war das reine Schikane“, so Hartung.

Das Heiligengeistfeld war gesperrt worden.

Weitere Eindrücke von der Demo:

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