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Geflügel-Pest in Wolfsburg: So wurde der Fall aufgedeckt

8. Januar 2017 von
Wenn Wildvögel Atembeschwerden zeigen, ist Aufmerksamkeit geboten. Symbolbild:Thorsten Raedlein
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Wolfsburg. In Wolfsburg wurde Anfang der Woche der erste Fall von Geflügel-Pest in der Stadt bestätigt. regionalHeute.de wollte wissen wie dieser Fall bekannt wurde und welche Vorgaben nun besonders beachtet werden müssen.

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Bei einer tot aufgefundenen Graugans in Wolfsburg-Neuhaus wurde zu Beginn der Woche der Virus H5N8 bestätigt. Aufmerksame Bewohner hatten Auffälligkeiten bemerkt und gemeldet. Wie Sie die Anzeichen von Vogelgrippe erkennen und was zu beachten ist, erklärt Michael Kühn, Vorsitzender des NABU Verband Wolfsburg.

„Eine Anwohnerin aus Neuhaus hatte bemerkt, dass eine Graugans auf dem Burgteich nicht richtig atmen konnte. Daraufhin hat sie uns informiert“, erklärt Kühn. „Kurz darauf hat ein weiterer Anwohner die Graugans tot aufgefunden und diese Information an uns , den NABU, weitergegeben“, erzählt der Naturschützer weiter. Kühn habe daraufhin über die Nummer 115 die zuständigen Behörden informiert. „Das sollten übrigens alle Bürger tun, die Auffälligkeiten feststellen oder verendete Wildvögel finden“, informiert der Vorsitzende. 

Tote Tiere unter keinen Umständen anfassen

Tote Vögel dürfen nicht berührt werden und es sollte sich ihnen auch nicht genährt werden. Hierbei geht es nicht um eine Mögliche Ansteckung zwischen Tier und Mensch, diese ist nicht bekannt. Vielmehr soll durch diese Verhaltensanweisung eine Weiterverbreitung verhindert werden. „Auch der Mensch kann, über seine Schuhe zum Beispiel, den gefährlichen Erreger weiter tragen und so weitere Tiere infizieren“, warnt Kühn. Genau das gleiche gelte für Hunde und Katzen, weswegen die Stadt Wolfsburg anordnete, dass Hunde und Katzen sich Gewässern nicht nähern dürfen. „Dies ist besonders bei Katzen sehr schwer umzusetzen, deswegen sollten diese das Haus oder die Wohnung, speziell in Neuhaus, vorerst nicht verlassen“, so der NABU Vorsitzende. 

Ein bekanntes Warnzeichen für Vogelgrippe sind Atembeschwerden bei Vögeln, hier ist oberste Vorsicht geboten, so Kühn. Kristin Schalkowski vom Friedrich-Löffler-Institut bestätigt das: „Gerade das aktuell zirkulierende Geflügelpestvirus H5N8 führt in Wassergeflügel zu deutlichen Symptomen, die infizierte Bestände erkennen lassen“.

Verhaltens-Tipps

Hier nochmal alle Tipps auf einen Blick:

  • Nicht nähern und nicht anfassen
  • Eventuell mitgeführte Hunde nicht in die Nähe lassen
  • Die Nummer 115 wählen und die Behörde informieren

Auf die Frage, warum gerade im Winter so häufig Fälle der Geflügel-Pest bekannt würden, antwortet Kühn: „Die Tiere sind im Winter, wegen des Vogelzugs, in großen Gruppe unterwegs. Das führt zu vermehrten Übertragungen“. Der Experte erklärt außerdem: „Die Geflügelpest ist erstmals in Massentierhaltungsbetrieben in Asien aufgetaucht und hat sich von dort erst in die Wildbahn verbreitet“. Das Phänomen ist also nicht den Wildtieren zuzuschreiben.

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