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Hier schlugen die Ex-RAF-Terroristen in der Region zu

15. November 2017 von
Mit einem blauen Opel Corsa rammten die Täter im Juni 2016 den Geldtransporter in Cremlingen. Foto: aktuell24(BM)/LKA Video und Podcast: aktuell24
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Region. Es ist wieder Bewegung in die Fahndung nach den ehemaligen, mutmaßlichen RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette gekommen. Das LKA hat neues Video- und Bildmaterial herausgegeben, das bei der Suche helfen soll. regionalheute.de erinnert daran, wie das Trio bei den Überfällen in unserer Region vorging.

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Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette stehen im Verdacht, mindestens neun Raubüberfälle im Norddeutschen Raum verübt zu haben. Zwei davon in unserer Region. Ende 2015 scheiterte der Versuch, in Wolfsburg einen Geldtransporter auszurauben. Im Juni 2016 überfiel das Trio dann im Cremlinger Gewerbegebiet Moorbusch einen Geldtransport vor dem Dänischen Bettenlager.

Am 28. Dezember 2015 erfolgte der Überfall auf dem Gelände des Real Marktes im Wolfsburger Ortsteil Nordsteimke. Nach Zeugenaussagen waren die maskierten Täter unter anderem mit einem Schnellfeuergewehr und einer Panzerfaust bewaffnet.

Laut damaliger Pressemitteilung der Polizei gab es keine Hinweise auf ein terroristisches Motiv für den Überfall. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Taten allein der Finanzierung des Lebens im Untergrund dienen sollten.

Fahrer konnte mit dem Fahrzeug fliehen

Der Tathergang bei Wolfsburg wurde folgendermaßen rekonstruiert:

„Gegen 13.55 Uhr bedrohte einer der Täter den Beifahrer des Geldtransports mit einer Waffe, als sich dieser außerhalb des Fahrzeugs befand. Zwei weitere Täter, davon mutmaßlich eine Frau, hielten den Fahrer in seinem Fahrzeug in Schach. Dieser nutzte einen unbeobachteten Augenblick und flüchtete mit dem Geldtransporter. Die Täter mussten daraufhin von ihrem Vorhaben ablassen. Sie flüchteten mit einem dunkelblauen Ford Focus Kombi. Ein anderes Fahrzeug der Täter, ein grüner VW Golf Variant, konnte am Tatort sichergestellt werden.“

Der Ford Focus wurde später an der Rümmerschen Straße (Kreisstraße 40) in dem Waldgebiet Teufelskamp zwischen Volkmarsdorf und Rümmer aufgefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Räuber hier ein zuvor abgestelltes helles Fahrzeug zur weiteren Flucht benutzt haben.

Die Auffindesituation des Ford Focus Kombi in dem Waldstück Teufelskamp an der K 40 bei Volkmarsdorf. Foto: Polizei

Mit Kalaschnikow und Panzerfaust gedroht

Am Nachmittag des 25. Juni 2016 kam es im Cremlinger Gewerbegebiet Im Moorbusch gegen 15:30 Uhr zu einem brutalen Überfall auf einen Geldtransporter, vor dem Dänischen Bettenlager (regionalHeute.de berichtete). Der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hatte gerade den Geldtransporter verlassen, um die Tageseinnahmen aus dem Bettenlager abzuholen, als der Transporter von hinten mit einem Opel Corsa gerammt wurde. Ein zweiter, silberfarbene Wagen, vermutlich ein Ford Mondeo, kam von vorne und versperrte so die Fluchtrichtung des Transporters.

Bewaffnet mit einer Kalaschnikow und einer Panzerfaust zwangen die maskierten Täter, offenbar ein Mann und eine Frau, den Fahrer des Geldtransporters zum öffnen der Tür. Zuvor schossen sie gegen die Fahrertür und die Scheibe. Sie räumten die Geldbestände des Transporters leer. Gleichzeitig verlangte ein weiterer im Dänischen Bettenlager befindlicher Mann, ebenfalls maskiert, die Herausgabe der Tageseinnahmen. Um auch hier der Forderung Nachdruck zu verleihen, schoss dieser Täter mit einer großkalibrigen Waffe in die Decke des Geschäftes, so die Polizei. Den Beifahrer des Geldtransporters sollen sie nach Informationen unserer Online-Zeitung mit Handschellen an den Wagen gefesselt haben. Nach der Tat flüchteten alle drei Täter mit dem Ford in nördliche Richtung.

Das Video zum Überfall in Cremlingen: 

Im Podcast: 

Frank Federau vom LKA Hannover spricht anlässlich der neuen Fahndungsaktion über die Überfallserie des ehemaligen RAF-Trios:

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