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IG BAU will Meisterbrief im Landkreis Gifhorn schützen

10. September 2017 von
Immer mehr Fliesenleger ohne Meisterbrief arbeiten als Ein-Mann-Betriebe – zulasten von Qualität und Ausbildung. Die IG BAU fordert eine Rückkehr zur Meisterpflicht in dem Handwerk. Symbolfoto: IG BAU
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Wolfsburg. Die Qualität im Handwerk soll gesichert werden: Daher fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ein „klares Bekenntnis zum Meisterbrief“ von den Bundestagskandidaten in Wolfsburg. Hintergrund sind Pläne der EU-Kommission: Sie will die Zugangsvoraussetzungen in Handwerksberufen europaweit angleichen.

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Darunter würden Qualität und Ausbildung leiden, befürchtet IG BAU-Bezirksvorsitzender Dieter Großmann. Meisterbetriebe in der Stadt wären besonders betroffen. „Wohin der Abbau von Standards führen kann, zeigt sich im Fliesenlegerhandwerk“, so Großmann. Mit der Novelle der Handwerksordnung im Jahr 2004 wurde hier die Meisterpflicht abgeschafft. Seitdem ist die Zahl der Fliesenleger-Betriebe im Bereich der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade von 699 auf 2.014 im letzten Jahr angestiegen – ein Zuwachs von 188 Prozent. „Immer mehr Ein-Mann-Betriebe buhlen um Aufträge. Qualität und Ausbildung bleiben aber oft auf der Strecke“, kritisiert der Gewerkschafter.

Lehrlingsbestand mit deutlichem Verlust

Sollte der Trend die ganze Baubranche erfassen, drohe eine weitere Verschärfung des Fachkräftemangels. Denn die Handwerksmeister seien die tragende Säule der Berufsausbildung. Neue Zahlen der Handwerkskammer nennt Großmann deshalb „beunruhigend“: Lediglich 97 bestandene Meisterprüfungen im Bau- und Ausbaugewerbe zählte die Kammer im vergangenen Jahr. Der Lehrlingsbestand in der Branche ging im Zehn-Jahres-Vergleich um sieben Prozent auf zuletzt 2.075 Azubis zurück.

Die IG BAU ruft die heimischen Bundestagskandidaten auf, sich für den Erhalt der Meisterpflicht im Handwerk einzusetzen. Bei den Fliesenlegern müsse sie dringend wieder eingeführt werden, so die Gewerkschaft.

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