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Kunstmuseum: Ausstellung von Op de Beeck eröffnet am Samstag

6. April 2017
Hans Op de Beeck - out of the ordinary. Fotos: Kunstmuseum Wolfsburg
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Wolfsburg. Er ist eine veritable Ausnahmeerscheinung: der belgische Multimedia-Künstler, Theater- und Opernregisseur Hans Op de Beeck. Kein Wunder, dass er die erste Retrospektive seines künstlerischen Œuvres als hochatmosphärisches Gesamtkunstwerk realisiert.

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Auf mehr als 2200 Quadratmetern in und um die große Ausstellungshalle können Besucher in die faszinierende Kunst- Welt von Hans Op de Beeck eintauchen – und werden das Kunstmuseum Wolfsburg nicht wiedererkennen.

Alles wird mehrdeutig, schon der scheinbar einfache Ausstellungstitel „Out of the Ordinary“ hat doppelten Sinn: Zum einen entstehen die seltsam verfremdeten, oft modellhaften Orte und Situationen Hans Op de Beecks – ein nächtlicher Vergnügungspark oder die Containerbaracken einer Schiffswerft – aus dem unmittelbaren Lebensalltag heraus. Zum anderen werden sie im präzisen Einsatz von Licht, suggestiven Ausstattungsdetails und magischen Musikeinspielungen im Wortsinn außerordentlich.

Empfangen werden die Besucher des Kunstmuseums Wolfsburg im evokativen Interieur eines Sammlers. Die denkwürdige Kreuzung aus Pompeji und neureicher Oligarchen-Schatzkammer vereint Kunst und Leben gleichermaßen: Hier werden Gemälde und Bücher ebenso wie Menschen und Pfaue gesammelt. Der großzü- gige Balkon dieses eklektischen „Collector’s House“ ermöglicht einen ersten Blick auf die Dächer der Fabrikhallen und Stadtrandhäuser zu Füßen des Sammlerdomizils. Diese düstere Unterwelt, irgendwo zwi- schen Industriebrache und Vorstadttristesse, ist mit ihren Strommasten und Straßenlaternen, ihrem Kabelgewirr und Straßenmüll ebenso Teil der eigens für die Wolfsburger Schau entstandenen Totalinstalla- tion. In ihrem Inneren beherbergt sie die wichtigsten Installationen, Videos und Modellsituationen, die Hans Op de Beeck bis dato geschaffen hat.

Der Bogen der ausgestellten Werke spannt sich von Hans Op de Beecks frühester Raumarbeit „Location“ von 1998 über raumgreifende Werkensembles bis hin zur Wolfsburger in situ-Installation „Out of the Ordi- nary“ und dokumentiert so neunzehn Jahre intensiven künstlerischen Schaffens. Zu erleben ist neben hypnotischen Videos wie „Staging Silence“ oder „Night Time“, dem begehbaren Stillleben einer lichtdurchfluteten Dachkammer in „The Garret“ oder dem sich meditativ im Wasser spiegelnden „Settlement“ von 2013 auch ein veritables Museum im Museum. „Sea of Tranquillity“ von 2010 vereint in hohen Sälen mit Wandpaneelen lebensgroße Wachsfiguren, Schiffs- und Hafenmodelle sowie einen kryptisch-faszinierenden Spielfilm der anderen Art.

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