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Muslimischer Feiertag? Bundesinnenminister gesprächsbereit

10. Oktober 2017 von
Thomas de Maizière sprach in Wolfenbüttel zum Thema Leitkultur in Deutschland. Foto: Moritz Eden / Video: Werner Heise
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Wolfenbüttel. Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist bereit über einen muslimischen Feiertag in Deutschland nachzudenken. Das erklärte er am gestrigen Montagabend bei seinem Besuch in der Lessingstadt Wolfenbüttel. Hier sprach de Maizière über das von ihm eröffnete Thema Leitkultur, in dem auch das Religionsverständnis eine Rolle spielt.

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„Ich bin bereit darüber zu reden, ob wir auch mal einen muslimischen Feiertag einführen. Kann man gerne vielleicht mal machen“, so der Minister. Wo viele Katholiken leben würden, da gebe es auch Allerheiligen als Feiertag und anderswo nicht. „Wo es viele Moslems gibt; warum kann man nicht auch Mal über einen muslimischen Feiertag reden?“, vertrat er seine Meinung. Generell seien die Feiertage der Deutschen aber christlich geprägt und „das soll auch so bleiben.“

Zweifel am Wissensstand über christliche Feiertage

Zwar gebe es nicht mehr so viele Christen in Deutschland, aber es sei immer noch die klare Mehrheit. Unser ganzes Leben sei christlich geprägt. „Wenn Sie über die Landstraßen fahren und fahren auf ein kleines Dorf zu, was sehen Sie denn als erstes? Doch nicht die McDonalds Filiale“, beschreibt der Bundesinnenminister die kirchliche Landschaft. Aber er hinterfragte und bezweifelte auch, ob man die christlichen Feiertage überhaupt erklären könne. „Ich weiß nicht, ob Sie Ihren Kindern flüssig sagen können was an Buß- und Bettag eigentlich so der religiöse Inhalt ist. Oder Pfingsten, ob Sie so ganz genau wissen, was da mit dem Heiligen Geist los war?“ Und trotzdem sei unser ganzer Lebensrhythmus mit den Sonn- und Feiertagen christlich geprägt.

Mitschnitt zur Rede des Bundesinnenministers über das Religionsverständnis

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