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Notaufnahme Wolfsburg leidet unter zu vielen Patienten

5. Januar 2017 von
Nicht jeder Patient ist ein Fall für die Notaufnahme. Symbolbild: Kai Baltzer.
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Wolfsburg. Lange Wartezeiten in Notaufnahmen führen meist zu schlechter Stimmung bei den Patienten. Dabei haben sie diese oftmals selbst in der Hand. Denn nicht jeder medizinische Fall ist grundsätzlich ein Notfall.

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Gerade über die Feiertage musste das Klinikum Schwerstarbeit leisten. „Viele niedergelassene Arztpraxen schließen während dieser Zeit. Daher haben wir teilweise mehr als 130 Patienten pro Tag, normal sind es 80-120“, erklärt Dr. Bernadett Erdmann, Ärztliche Leiterin der Zentralen Notfallaufnahme. „Wir haben ein besonderes Dienstmodell für diese Phase und können bei Bedarf auch noch Kolleginnen und Kollegen von den Stationen beziehungsweise auch im Bereitschaftsdienst von zu Hause in der Notfallaufnahme einsetzen. Trotzdem können lange Wartezeiten für Patienten mit nicht akuten Krankheitsbildern entstehen. Lebensbedrohliche Notfälle haben selbstverständlich immer Vorrang“, so Dr. Erdmann.

Über 60 Prozent der Patienten sind kein Fall für die Notaufnahme

Daraus ergibt sich, dass alleine in dieser Zeit bis zu 50 Patienten dazu kamen, die kein Fall für die Notaufnahme waren, sondern für den ärztlichen Notdienst. „Für die Versorgung der ambulanten Bereitschaftsdienstpatienten sind in erster Linie die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zuständig. Dies gilt auch für akute Erkrankungen und kleinere Verletzungen, die ärztlich versorgt werden müssen“, unterstreicht Stefan Hofmann, Geschäftsführer der KVN-Bezirksstelle Braunschweig. Außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten sollten diese Patienten daher zunächst die Bereitschaftsdienstpraxis der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte aufsuchen. Diese befindet sich nur 50 Meter vor der Notaufnahme auf dem Klinikumsgelände.

Doch die Problematik besteht nicht nur während Feiertagen, sondern ist ein akutes Problem. „Über die Festtage hatten wir eine Quote von 63 Prozent von Patienten, die nur ambulant versorgt wurden und nicht stationär aufgenommen werden mussten“, berichtet Thomas Helmke, Pressesprecher des Klinikums Wolfsburg. „Damit lag dieser Zeitraum aber auch nur im gewohnten Durchschnitt“. Unter dem Strich bedeutet das, dass somit zwei von drei Patienten kein Fall für die Notaufnahme sind und die Wartezeiten erheblich erhöhen.

Hier erklärt das Klinikum, wer ein Fall für die Notaufnahme ist.

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