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Notfälle besser koordinieren: Reimann will „Ivena“ ausweiten

13. Januar 2018 von
Ivena kann bei der Entscheidung helfen, in welches Krankenhaus ein Patient am besten gebracht wird. Foto: Archiv/Anke Donner
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Hannover. Im Notfall kann jede Sekunde lebensrettend sein. Daher ist es wichtig, dass der Patient so schnell wie möglich dort hin gebracht wird, wo er die beste Behandlung bekommt. Dabei helfen soll das webbasierte Notfallmanagementsystem Ivena, das bereits in einigen Regionen zum Einsatz kommt. Bald soll dies niedersachsenweit geschehen.

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Dafür spricht sich die Niedersächsische Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann aus Braunschweig aus.

Unter Federführung des Sozialministeriums wurde in den Regionen Hannover, Oldenburg und Osnabrück in rund 50 Krankenhäusern das Modellprojekt „Ivena“ eingeführt. Zudem läuft das Ivena-System im Heidekreis. Weitere Einführungsveranstaltungen gab oder gibt es im Januar in Diepholz und Nienburg.

So funktioniert „Ivena“

Ivena ist in den Rettungsleitstellen, den Rettungswagen und den Krankenhäusern installiert. Die Rettungsleistellen und die Rettungswagen melden über das System den Patienten an und zwar mit genauer Definition der Erkrankung. Die Krankenhäuser melden über das System die freien oder überlasteten Kapazitäten bis hin zur kleinsten organisatorischen Einheit (zum Beispiel OP verfügbar, Intensivbett beatmet verfügbar, Kernspintomograf (MRT) zwischen 10 und 12 Uhr nicht verfügbar).

Die Rettungsleitstelle kann somit einerseits mit der exakten Benennung der Krankheit durch den Notarzt sowie andererseits durch die Statusmeldungen der Krankenhäuser die Notfälle in das nächst gelegene geeignete Krankenhaus steuern. Zudem wird durch dieses System erstmals Transparenz darüber geschaffen, welche Notfälle in den Notaufnahmen behandelt werden, welche Krankenhäuser sich warum und wie oft abmelden sowie welches die am stärksten frequentierten Bereiche im Krankenhaus sind.

Dr. Carola Reimann Foto: SPD

Dr. Carola Reimann Foto: SPD

Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen

„Wir wollen die Möglichkeiten der Digitalisierung ausschöpfen, um eine hochwertige medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen auch in Zukunft sicherzustellen. Mit der Einführung dieses webbasierten Meldesystems für die Notfallversorgung in niedersächsischen Regionen stellen wir sicher, dass die Patientinnen und Patienten in das für ihre Erkrankung richtige Klinikum gebracht werden, und zwar so schnell wie möglich ohne Zeitverlust“, so die Einschätzung von Carola Reimann

Seit Dezember 2015 werde das Ivena-System in den genannten Modellregionen eingesetzt. Der Start sei komplikationslos verlaufen, die Akzeptanz des Systems, insbesondere auf der ärztlichen Seite, sei groß. Weitere Regionen in Niedersachsen erwägen derzeit die Einführung von Ivena.

Keine Zeit verlieren

„Ivena wird zwar nicht alleine alle Probleme lösen können, aber es bietet Gewähr dafür, dass Notfälle in die beste und verfügbare Einrichtung transportiert werden, dass dabei nicht unnötig Zeit verloren geht und dass die Krankenhäuser genau dokumentieren und begründen müssen, wenn sie sich von der Notfallversorgung abmelden“, so die Ministerin. „Die niedersächsische Landesregierung spricht sich für die Ausweitung von Ivena auf ganz Niedersachsen aus, das Sozialministerium wird sich weiter dafür einsetzen.“

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