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Stadt will Elternberatung aufrechterhalten

11. Dezember 2017 von
Die Stadt will junge Eltern weiterhin unterstützen. Symbolfoto: Marian Hackert
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Wolfsburg. Die Stadt möchte die Versorgung von Schwangeren und Wöchnerinnen durch Hebammen in der derzeitigen Form beibehalten. Deshalb sollen auch das Projekt Hebammenschule und die Förderung von Hebammen fortgeführt werden. Mit der Angelegenheit befasst sich derzeit der Klinikausschuss.

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„Sie bietet fachkundige Kurse, Beratung und Betreuung für werdende Eltern rund um die Schwangerschaft, Geburt und die ersten Monate im Leben des Kindes. Darüber hinaus unterstützt sie das Wohlbefinden und Eigenverantwortlichkeit der Eltern vor und nach der Geburt“, heißt es seitens der die Verwaltung in einer entsprechenden Vorlage. Damit leiste die Elternschule einen wichtigen Beitrag, um Eltern einen guten Start in das Leben mit Kindern zu ermöglichen. Die Angebote der Elternschule würden von Ärztinnen, Kinderkrankenschwestern, Hebammen, Stillberaterinnen, Ernährungsberaterinnen und Übungsleitern durchgeführt. Außerdem wurde eine Hebammen-Notfall-Sprechstunde ins Leben gerufen, um Schwangere und Wöchnerinnen mit einem täglich zugänglichen Angebot zu beraten. 

Die Hebammenleistungen sind wichtig

Die Einrichtung dieser Leistungen im städtischen Kontext sei notwendig, um den noch nicht in der Betreuung einer Hebamme befindlichen Müttern die Gelegenheit zu bieten, Hebammenleistungen in Anspruch nehmen zu können. Das Angebot der Elternschule in diesem Bereich sei kostenfrei. „Durch die unmittelbare Nähe zur Frauen- und Geburtsklinik ist die direkte Ansprache und Vermittlung der in Frage kommenden Müttern (und Väter) in das Angebot jederzeit gegeben und wird auch rege genutzt“, meint die Verwaltung. Durch diese Konstellation sei es auch möglich, Familien mit schwierigem psychosozialem Hintergrund und geflüchteten Frauen beziehungsweise Frauen mit Migrationshintergrund allgemein zu erreichen und für die Angebote zu gewinnen. „Die Elternschule ist somit auch ein besonders wichtiger Baustein in der Wolfsburger Präventionskette zum Kinderschutz. Seit der Einführung im Juni 2016 konnte über 100 Frauen dieses Angebot bereits nutzen, die ansonsten rund um die Geburt nicht betreut gewesen wären“, konstatiert die Verwaltung.

Es gibt immer weniger Hebammen

Ferner teilt die Verwaltung mit, dass durch die finanziellen Belastungen immer weniger Hebammen beruflich aktiv seien oder vor der Entscheidung stünden, die Tätigkeit zu beenden. „Die Stadt Wolfsburg sieht es jedoch als kommunale Verpflichtung an, dass die familienfreundliche Stadt Wolfsburg auch im Bereich Hebammenversorgunge in gutes Angebot vorhalten kann.“ In verschiedenen Abstimmungen, unter anderem mit dem Klinikum, dem Gleichstellungsreferat, dem Geschäftsbereich Jugend und Hebammen aus Wolfsburg wurde die Konzeptidee entwickelt, die einerseits eine koordinierende Unterstützung der Hebammen und Vermittlung von Hebammen durch die Elternschule beinhaltet und andererseits kostenfrei Räumlichkeiten in Wolfsburger Familienzentren und der Elternschule zur Verfügung stellt.

Darüber hinaus können freiberufliche Hebammen eine finanzielle Unterstützung mit den nicht beeinflussbaren Kosten beantragen. Dieses Angebot werde von den Wolfsburger Hebammen zwar genutzt, habe aber nicht zu einem „spürbaren Anstieg“ der freiberuflichen Hebammen geführt, so dass das Angebot der Hebammen-Notfall-Sprechstunde in der Elternschule „weiterhin für einen unabsehbaren Zeitraum“ weitergeführt werden müsse. Gern werde von den freien Hebammen das Angebot angenommen, mietfrei Räume von Wolfsburger Institutionen in Anspruch zu nehmen. 

Das Angebot kostet mehr als 100.000 Euro pro Jahr

Für den Betrieb der Elternschule mit den oben beschriebenen Aufgaben liegt ein Stellenbedarf von 1,45 Vollzeitstellen zugrunde. Darüber hinaus fallen Mietkosten und Sachkosten an. Hinzu kommen die Mittel für die finanzielle Unterstützung von Hebammen bei Mietkosten und Kosten zur Berufshaftpflicht. Der jährliche Finanzbedarf für die Jahre 2018 und Jahre darauf wird von der Verwaltung mit 109.000 Euro wird wie folgt veranschlagt: Davon entfallen 25.000 Euro auf Zuschüsse an Hebammen und 73.000 Euro auf die Personalaufwandserstattung . 

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