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Stadtmuseumsverein gestaltete die Sendung Plattenkiste

31. Januar 2018
v.l. Reinhard Brandes-Wanger, Dr. Bettina Greffrath, Klaus Poppe und Kerstin Werner. Foto: NDR 1 Niedersachsen
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Wolfsburg. Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am heutigen Mittwoch zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Reinhard Brandes-Wanger, Dr. Bettina Greffrath und Klaus Poppe mit Moderatorin Kerstin Werner über die Arbeit des Vereins zur Förderung des Stadtmuseums Schloss Wolfsburg, heißt es in einer Pressemitteilung des Senders.

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In diesem Jahr wird Wolfsburg 80 Jahre alt. Nach dem Krieg wurde die Stadt umbenannt nach dem Schloss, das bereits in der Renaissance ausgebaut wurde. Denn den Gründungsnamen aus der Nazi-Zeit „Stadt des KdF-Wagens“ wollte man sofort loswerden. Das Schloss ist erhalten und stets saniert worden. Heute ist es junger Kunst und Geschichte gewidmet, erläutert Dr. Bettina Greffrath, Leiterin der Historischen Museen in Wolfsburg. Im Schnitt kommen etwa 20 000 Besucher ins Stadtmuseum. Viele Familien kommen, vor allem wenn es um Spielzeug geht wie Lego, erklärt sie. Das Museum ist modern gestaltet. Die Ausstellung beginnt mit der Schlossgeschichte. Auch Schlossführungen werden angeboten. Auch die Stadtgeschichte ist dokumentiert seit der Gründung 1938 inklusive der Zeit von Zwangsarbeit und Krieg, aber auch des Wirtschaftswunders der Nachkriegszeit. Mit dem Deutschen Historischen Museum oder dem Haus der Geschichte in Bonn arbeiten sie eng zusammen. Bettina Greffrath ist die Begeisterung über die Stadtgeschichte anzuhören.

Als Architekt war Reinhard Brandes-Wanger für die Neugestaltung zuständig. Sogar die Futtertröge der einstigen Pferdeställe wurden einbezogen und sind seit der Neueröffnung im Sommer 2000 zu bestaunen wie viele andere Details, die eingebunden wurden. Vor 12 Jahren wurde dann der Verein gegründet. Inzwischen sind 49 Mitglieder dabei, erzählt er. Im Moment geht es um Gräfin Anna von der Schulenburg: Ihr Kleid soll wiederauferstehen – eine der Schlossführerinnen trägt dieses Kleid und führt Kinder durchs Schloss, um ihnen die Barock-Zeit näher zu bringen. Wichtig ist die Museumspädagogik mit Kinder-Ferienspielen, ergänzt Klaus Poppe. Dazu wurde extra eine Broschüre aufgelegt. Der Verein kommt immer dann ins Spiel, wenn es um den Etat geht, der gewisse Dinge nicht zulässt. So wurden Zeitzeugen befragt und eine Station eingerichtet, in der die Besucher dessen Leben hören und nachvollziehen können. Viele Ältere haben den Aufbau Wolfsburgs miterlebt: Sie sind ideale Zeugen für das Wirtschaftswunder und den Wiederaufbau nach dem Krieg. Das alles kann man in der Ausstellung hören, sagt Bettina Greffrath.

Soundtrack Wolfsburg

In diesem Jubiläumsjahr stehen zwei Ausstellungen zur Stadtgeschichte an. In der ersten heißt es: Was sind die Wahrzeichen von Wolfsburg? – Da denkt Bettina Greffrath natürlich an die VW-Türme, das Schloss, die Autostadt und vieles mehr. Die zweite Ausstellung heißt „Soundtrack Wolfsburg“ und dreht sich um die Musikszene der Stadt. Die Vereinsmitglieder besuchen auch andere Museen. So waren sie kürzlich in Wolfenbüttel. Das war für alle ein spannender Vergleich – in Wolfenbüttel ist höfische Geschichte daheim, Wolfsburg war immer eine Arbeiterstadt. Highlight im Vereinsleben ist für die Mitglieder auch, vor den Ausstellungseröffnungen im Stadtmuseum schon mal einen Blick auf die neueste Ausstellung zu werfen und mit den Ausstellungsmachern zu reden. Dazu ist im Vorfeld häufig doch etwas mehr Zeit als während der offiziellen Eröffnungsfeier.

Die Gäste der Sendung laden alle herzlich ins Museum und natürlich auch in den Verein ein. Der Jahresbeitrag für Vereinsmitglieder beträgt gerade mal 20 Euro für Einzelmitglieder, 30 Euro für Paare oder 5 Euro für Schüler und Studierende.

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