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Streik: Zur Not werden wir den Konzern zum Stillstand bringen

1. Februar 2018 von
Bernd Osterloh findet deutliche Worte. Videos / Fotos: Sandra Zecchino
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Wolfsburg. Kaum ist die Friedenspflicht am heutigen Donnerstag abgelaufen, treten über 20.000 in Wolfsburg in den Warnstreik und legen die Produktion lahm. An insgesamt vier Orten fanden Kundgebungen statt, die größte war mit über 10.000 Teilnehmern direkt am Tor 17. Doch nicht nur in Wolfsburg wurde gestreikt, an allen innerdeutschen Standorten ruhte die Arbeit.

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„Zur Not werden wir den halben Konzern zum Stillstand bringen“, Bernd Osterloh, VW-Betriebsratvorsitzender findet deutliche Worte. Bei der dritten Verhandlungsrunde sei ein Angebot vorgelegt worden, das nicht einmal im Ansatz verhandelbar sei. „Verarsche auf ganzer Linie,“ nennt Osterloh es vor den 10.000 VW-Mitarbeitern, die allein zu der Kundgebung zum Tor 17 gekommen waren.

Im Angebot von Volkswagen sei eine Tariferhöhung um 3,5 Prozent ab Mai und weiteren zwei Prozent im darauffolgenden Jahr enthalten. Die Laufzeit solle 30 Monate sein. Die Gewerkschaft fordert im Gegensatz dazu sechs Prozent.

Aber nicht nur dieser Punkt bringt die Mitarbeiter in Kampfstimmung. Zusätzlich möchte VW für einen Teil der Belegschaft die Rückkehr zur 40-Stunden Woche. Außerdem solle zukünftig für Heiligabend und Silvester Urlaub genommen werden und auch für die Weiterbildung erwarte Volkswagen, dass die Mitarbeiter bis zu drei Tage Urlaub investieren.

Über 10.000 Menschen fanden sich allein bei dieser Kundgebung ein.

Deshalb sind wir hier:

Eindrücke vom Warnstreik

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