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Was geschieht mit den Lagerbaracken aus der NS-Zeit?

14. April 2017 von
Die Arbeitslagerbaracke im Schlesierweg wird freigelegt. Fotos: Sandra Zecchino
Wolfsburg. Seit dem 27. März wird das Fundament der Arbeitslagerbaracke freigelegt. Bisher ist jedoch noch nicht entschieden, was damit geschehen soll. Diese Entscheidung trifft die untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Wolfsburg.

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Die untersuchte Baracke ist jedoch in keinem guten Zustand. Teilweise ist das Gebiet, in dem sich die Reste befinden, mit Wohnhäusern bebaut. Zusätzlich wurden in den letzten Jahrzehnten Stromleitungen und Kanalisationen quer durch das Bodendenkmal verlegt.

Augrabung Schlesierweg Wolfsburg Foto: Sandra Zecchino

Anhand der Steine ist zu erkennen, dass diese Heizstelle erst nach der NS-Zeit eingebaut wurde.

Auf Anfrage von regionalHeute.de, was mit den Überresten geschehen solle, antwortet die Stadt folgendermaßen.

„Die Stadt Wolfsburg ist sich des historischen Kontextes dieses Ortes und dessen Bedeutung für die ehemaligen Zwangsarbeiter sowie ihrer Angehörigen bewusst. Unter Berücksichtigung dieser Belange wurde ein Bebauungsplan aufgestellt und als Satzung beschlossen, der grundsätzlich eine Überbauung der Baracken zulässt. In dem Verfahren wurden ebenfalls die jetzt durchgeführten Grabungen vereinbart. Eine archäologische Fachfirma untersucht und dokumentiert zur Zeit die Betonfundamente (des ehemaligen Gebäudes). Dabei werden die Gebäudereste freigelegt, gereinigt, fotografiert, händisch und digital vermessen sowie schriftlich dokumentiert.

Die Stadt begleitet die Ausgrabungen und prüft anschließend, wie die Ergebnisse der Ausgrabungen für das öffentliche Gedenken genutzt werden können. So ist eine Information vor Ort über das Lager angedacht. In welcher Form diese erfolgen soll, ist noch nicht entschieden.“

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Ausgrabung einer Baracke im Schlesierweg

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