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Windkraftanlagen in Ehmen: PUG beharrt auf Höhenbegrenzung

8. November 2017 von
Die PUG-Fraktion befürchtet, dass die Aussetzung der Höhenbegrenzung bei den Windkraftanlagen zu Nachteilen für den Ort führt. Symbolfoto: pixabay
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Wolfsburg. Wenn es nach der PUG-Fraktion im Ortsrat Ehmen/Mörse geht, soll an der Höhenbegrenzung von Windkraftanlagen auf 100 Metern nicht gerüttelt werden. Dies geht aus einem Antrag der PUG hervor, der unter anderem morgen auf der Tagesordnung der Ortsratssitzung auf der Tagesordnung steht.

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Seit rund einem Jahr ist die Änderung des „Flächennutzungsplan 2020plus“ Thema in den politischen Gremien. Mit der Änderung soll die bisherige Höhenbegrenzung von Windkraftanlagen auf eine Höhe von 100 Metern auf der „Sonderbaufläche für Windenergienutzung“ bei Ehmen aus den Regelungen der Flächennutzungsplans herausgenommen werden. Hintergrund hierfür ist, wie die Verwaltung in der Ratvorlage darlegt, dass die „Windkraft Ehmen GbR“ beabsichtige, im Rahmen des Repowerings ihre drei auf dem Standort Ehmen stehenden Windenergieanlagen zurückzubauen und durch eine Anlage der Leistungsklasse 3 Megawatt mit einer Gesamthöhe von 207 Metern zu ersetzen. 

Bereits im Dezember vergangenen Jahres lag die Ratvorlage auf dem Tisch des Ortsrates. Nach Beratungen im Ortsrat habe man die Vorlage zurückgehalten, um die Ergebnisse zum Genehmigungsverfahren nach Immissionsschutzrecht mit artenschutzrechtlicher Prüfung noch einarbeiten zu können, heißt es in der aktuellen Vorlage. Darüber hinaus seien noch weitere offene Fragen wie Auswirkungen des Infraschalls auf die menschliche Gesundheit, mögliche „optisch bedrängende Wirkung“, „Schattenwurf“, „Lärmschutz“, und Erfordernisse der Aufhebung der Höhenbegrenzung zu klären gewesen.

PUG befürchtet Nachteile für den Ort

Genau diese Argumente führt nun auch die PUG in ihrem Antrag, es bei der Höhenbegrenzung von 100 Metern zu belassen, an. Bei einer geplanten Veränderung der Höhenbegrenzung würde im Winter für weite Teile des alten Ortskerns von Ehmen Schlagschatten entstehen. Der mit dem Schlagschatten einhergehende Stroboskopeffekt schade auf Dauer Mensch und Tier, lautet eine der von der PUG zu Sprache gebrachten Befürchtungen. Gleichzeitig würden die Vermarktungschancen für das noch zu entwickelnde Baugebiet Ehmen-West sinken. Sogar Teile des Neubaugebiets in Sülfeld wären betroffen.

Weiter heißt es in dem Antrag der PUG, dass der mit der Rotation von Windkraftanlagen einhergehende Infraschall noch nicht ausreichend untersucht sei. Dies habe zur Folge, dass in anderen Ländern, beispielsweise in Dänemark Windkraftanlagen auf dem Land zur Zeit nicht weiter ausgebaut werden. Ferner verweist die PUG zu Begründung ihrer Bedenken darauf, dass eine Aussetzung der Höhenbegrenzung eine Bedrohung für den Lebensraum der in der Gemarktung Ehmen lebenden Rotmilane darstelle.

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