35 VfL-Fans attackieren sechs Werder-Anhänger

4. März 2019
Die Werder-Fans wurden genötigt, ihre Fan-Utensilien herauszugeben. Symbolfoto: Nick Wenkel
Wolfsburg. Im Rahmen des gestrigen Fußball-Bundesligaspiels zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SV Werder Bremen kam es nach dem Spiel gegen 20.15 Uhr zu einem Vorfall, den die Polizei als Landfriedensbruch bewertet. Dabei wurden Werder-Fans von VfL-Anhängern um ihre Fan-Utensilien beraubt. Wie die Polizei mitteilt, wurden die Täter aber gestellt.

Es war gegen 20.15 Uhr, als sich eine Gruppe von sechs Bremer Fußballfans im Alter von 16 bis 18 Jahren von der Arena in Richtung Innenstadt auf dem Heimweg befand. Auf dem Weg hinauf zur Berliner Brücke wurden sie von einer etwa 35-köpfigen Gruppe aus dem Wolfsburger Fanlager zu Fuß überholt. Während des Vorbeigehens wurden die sechs Bremer Fans an den dortigen Zaun gedrückt, bedroht und ihrer Fan-Utensilien beraubt.

35 Ermittlungsfahren eingeleitet

Als die Wolfsburger Gruppe die Bremer passiert hatten, wandten sich die Opfer an in unmittelbarer Nähe stehende Polizeibeamte, die sofort eingriffen und die Wolfsburger Gruppe stoppte. Bei der anschließenden Identitätsfeststellung der Wolfsburger fanden die Beamten auf dem Boden liegend die zuvor geraubten Fan-Utensilien. Insgesamt leitete die Polizei gegen 35 Wolfsburger Fußballanhänger Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ein. Die Bremer Fußballfans erhielten ihre Fanutensilien wieder ausgehändigt und konnten ihren Heimweg fortsetzen.

Mit der Maßnahme unterstreicht die Polizei ihr konsequentes Vorgehen gegen gewalttätige Fußballfans. Polizeisprecher Thomas Figge: „Die Polizei duldet keine Gewalttätigkeiten, egal welchem Fanlager die Betroffenen angehören. Wir unterbinden jegliche Art von Gewalt und führen die Verursacher einem Strafverfahren zu.“

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