AfD-Mann wettert gegen Polizeidirektor – „Aussagen befremdlich“

23. Januar 2019
In einem offenen Brief kritisiert Jens Kestner (AfD) den Leitenden Polizeidirektor Olaf Gösmann. Foto: AfD/Archiv
Wolfsburg. In einem offenen Brief äußert der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Kestner scharfe Kritik an den Leitenden Polizeidirektor Olaf Gösmann aus Wolfsburg. In diesem schreibt Kestner unter anderem „In welcher Stadt leben Sie eigentlich, Herr Polizeidirektor?". Die Aussagen des AfD-Politikers wertet Gösmann gegenüber unserer Online-Zeitung als „befremdlich".

In seinem offenen Brief kritisiert Jens Kestner unter anderem Gösmanns Stellungnahme zum Wolfsburger Nordkopf. Wenn man diese liest, könnte man laut Kestner glauben, dass dort alles in bester Ordnung sei, dass dort „alles normal“ sei und dass es keinerlei nennenswerte Probleme mit Asylbewerbern und illegal im Land befindlichen ausländischen Kriminellen gibt. „Sie suggerieren der Bevölkerung ein weißgewaschenes schöngefärbtes Bild, in dem Sie nichts unversucht lassen, die Wahrheit über Ausländerkriminalität zu verschweigen. Der mündige Bürge hingegen – und jene Bürger, die tagtäglich mit der Realität konfrontiert werden, glauben Ihnen kein Wort!“, schreibt der AfD-Politiker.

„Permanentes Problem mit vorwiegend Afghanen“

Auch zum Badeland-Vorfall (wir berichteten) äußert sich Kestner kritisch. „Wie kommen Sie darauf, in Sachen „Badeland-Vorfall“ alleine zu entscheiden, was „im öffentlichen Interesse“ ist, wenn Sie Tatverläufe und Täterbeschreibungen verschweigen? Ist es Ihnen peinlich, zuzugeben, dass auch Wolfsburg ein permanentes Problem mit vorwiegend Afghanen hat, die sich in Schwimmbädern an kleine Mädchen und auch Jungs, aber auch an junge Frauen „ranmachen“, sie belästigen und auch unsittlich ansprechen und anfassen?“, fragt der AfD-Bundestagsabgeordnete. Den vollständigen Brief finden Sie hier.

Das sagt der Polizeidirektor

regionalHeute.de bat Polizeidirektor Olaf Gösmann um eine Stellungnahme. Dieser sieht in Kestners Aussagen nur einen irritierenden Versuch politische Vorteile zu realisieren. „Die Aussagen und Bewertungen des Herrn Jens Kestner, MdB, sind in besonderem Maße befremdlich, da sie aus einer Aneinanderreihung von subjektiv geprägten und sachlich nicht begründbaren Behauptungen bestehen. Der Versuch, auf diese Art und Weise politische Vorteile zu realisieren ist irritierend“, schreibt Gösmann unserer Online-Zeitung.

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