Arbeitsagenturkunden: Im Notfall Geld an der Supermarktkasse

3. Januar 2019
Um Kunden in besonderen Notsituationen schnell zu helfen, bietet die Arbeitsagentur im Einzelfall Barzahlungen an. Ab dem 9. Januar nutzt sie dafür ein neues Verfahren. Im Jobcenter Wolfsburg wird dieses Verfahren bereits genutzt. Symbolfoto: Werner Heise
Wolfsburg. Ab dem 9. Januar können Kundinnen und Kunden der Arbeitsagentur mit einem neutral gehaltenen Zahlschein an Kassen von beteiligten Einzelhändlern eine festgelegte Summe in bar ausgezahlt bekommen. Dieser Zahlschein wird ausgegeben, wenn im Notfall dringend Bargeld benötigt wird. Das teilt die Agentur für Arbeit Helmstedt mit.

Das Verfahren wurde im Vorfeld in verschiedenen Regionen, unter anderem im Jobcenter Wolfsburg, getestet. Die Erfahrungen damit waren positiv. Nun wird das Verfahren bundesweit eingesetzt. Bisher erhielten Kundinnen und Kunden das Bargeld an einem Kassenautomaten im Jobcenter Wolfsburg. Dieser Automat wurde nun abgeschaltet, weil er veraltet und technisch nicht mehr zuverlässig war.

Für die meisten Kunden ändert sich nichts

Generell gilt es zu beachten: Das Arbeitslosengeld wie auch die Sozialleistungen nach dem SGB II werden weiterhin auf das Konto überwiesen. Barauszahlungen betreffen wenige Kunden und machen nur einen geringen Teil der Gesamtauszahlungen aus. Für die meisten Kunden ändert sich nichts.

Hier kann das Geld geholt werden

Der Zahlschein kann bei den Einzelhändlern Rewe, real, Rossmann, Penny, dm und Dr. Eckert eingelöst werden. Durch das neue Verfahren erhöht sich die Zahl der Auszahlstellen deutlich. Eine Kaufverpflichtung besteht nicht.

Mit dem Zahlscheinverfahren bieten die Arbeitsagentur und das Jobcenter eine anonyme Barzahlung an. Der ausgehändigte Zahlschein enthält keine Personendaten und lässt keinen Rückschluss auf die Arbeitsagentur oder das Jobcenter zu. Das eingesetzte Verfahren barzahlen.de wird auch von anderen Unternehmen genutzt.

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