Arbeitsort Wolfsburg – Rundgang durch das Stadtmuseum

13. November 2018
Eine Nachbildung einer Ritterrüstung im Stadtmuseum. Foto: Stadtmuseum Schloss Wolfsburg
Wolfsburg. Museumsmitarbeiter Ulrich Elert folgt am Sonntag, 18. November, um 15 Uhr den Spuren vergangener Arbeitswelten in Wolfsburg vom Mittelalter bis in unsere Gegenwart. Das teilt die Stadt Wolfsburg mit.

Elert macht auf Gemeinsamkeiten aufmerksam und erklärt Unterschiede: Trugen einst die Ritter von Bartensleben metallene Rüstungen, so schützten sich die Schweißer im VW-Werk bis Anfang der 1970er Jahre mit einer speziellen ledernen „Ausrüstung“ vor Einschlägen umherfliegender Metall-Späne. Im Stadtmuseum in den Remisen am Schloss Wolfsburg sind beide Exponate zu sehen, die an diesem Sonntag genauer vorgestellt werden. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Der Anzug der Schweißer.

Die junge Stadt Wolfsburg wird von zwei benachbarten Gebäuden geprägt: das Schloss Wolfsburg und das Volkswagenwerk. Der Alltag zwischen dem Renaissancebau und der Industriearchitektur der Automobilfabrik ist Motiv für diesen Nachmittag im Stadtmuseum. Bei einem Rundgang durch die Dauerausstellung steht das Verständnis von Arbeit in den unterschiedlichen historischen Epochen im Fokus: Seit Bau der Wolfsburg vor mehr als 700 Jahren lebten deren Besitzer aus den Familien der Ritter von Bartensleben und der Grafen von der Schulenburg insbesondere von Land-, Vieh- und Forstwirtschaft. Der Alltag der Menschen war entsprechend von der Natur – von den Jahreszeiten und dem Wetter – beeinflusst. Die Stadt Wolfsburg entstand mit dem Volkswagenwerk. Typisch Wolfsburger Berufsbiographien sind bis heute zumeist „im Werk“ lokalisiert.

Ulrich Elert ist selbst Zeitzeuge all dieser Entwicklungen, stammt er doch aus einer Familie, die in der hiesigen Region auch landwirtschaftlich tätig war. Sein Arbeitsplatz war dagegen VW, wo er kurzzeitig selbst einen Schweißeranzug wie im Museum ausgestellt trug. Als Museumsmitarbeiter wiederum beschäftigt er sich immer wieder mit dem Leben der Ritter. Am kommenden Sonntag spricht er anhand von Objekten und Bildern über die Veränderungen in den Anforderungen sowie im Rhythmus zwischen Arbeit und „Privatleben“ in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten im Wolfsburger Raum.

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