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„Ausgegrabene Geschichte“ – Ausstellung verlängert bis 18. Mai

24. April 2018
Fragmente einer mittelalterlichen Handmühle aus Detmerode. Foto: Stadt Wolfsburg, Lars Landmann.
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Wolfsburg. Großes Interesse zeigen die Wolfsburger an ihrer Vorgeschichte, die in der Ausstellung "Ausgegrabene Geschichte. Arbeitsergebnisse der archäologischen Denkmalpflege Wolfsburg" aktuell in der Bürgerhalle des Wolfsburger Rathauses präsentiert wird. Wie die Stadt berichtet, wird die Schau deshalb um dreieinhalb Wochen bis zum 18. Mai verlängert.

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Die Exponate sind zu den Öffnungszeiten des Rathauses montags bis donnerstags bis 18.30 und freitags bis 14.30 Uhr zu besichtigen.

In den vergangenen drei Jahren hat die Bodendenkmalpflege der Stadt Wolfsburg rund 20 archäologische Ausgrabungen betreut. Die Ergebnisse von zwei größeren Grabungen in Detmerode und im Neubaugebiet Steimker Gärten werden in der Ausstellung präsentiert, die in Kooperation mit dem Forum Architektur entstanden ist.

Überbleibsel des Dorfes „Detmerode“

In Detmerode wurde im Vorfeld des Baus der Flüchtlingsunterkunft an der Theodor-Heuss-Straße eine archäologische Untersuchung durchgeführt. Zunächst waren die Experten davon ausgegangen, dass sich hier eine steinzeitliche Siedlung befand. Darüber hinaus wurde im Umfeld der Baufläche das mittelalterliche Dorf Detmerode vermutet, dessen genaue Lage bisher unbekannt war. Die Vermutung einer steinzeitlichen Siedlung bestätigte sich nicht. Jedoch konnte durch die Ausgrabung das im Mittelalter aufgegebene Dorf, das der heutigen Trabantenstadt ihren Namen gab, eindeutig lokalisiert werden.

Unter den gezeigten Originalfunden ist auch ein sogenanntes Feuereisen, das einem mittelalterlichen Feuerzeug entspricht. Darüber hinaus wird erklärt wie die Archäologen anhand der Spuren im Boden die mittelalterliche Siedlung identifizierten.

Spuren einer eisenzeitlichen Bewirtschaftung

Die Grabung, die vor Beginn des Wohnungsbaus durch Volkswagen Immobilien in den Steimker Gärten durchgeführt wurde, förderte ebenfalls ein bisher unbekanntes Puzzleteil der Wolfsburger Vorgeschichte zutage. Auch hier wurde zunächst eine steinzeitliche Siedlung vermutet. Zum Vorschein kamen jedoch Spuren einer eisenzeitlichen Bewirtschaftung aus der Zeit um 500 vor Christi. Damit ist hier der erste sichere Nachweis für eine Siedlung aus der Eisenzeit in Wolfsburg gelungen. Anhand von Originalfunden, wie einem Spinnwirtel oder dem Fragment einer Bronzesichel, werden handwerkliche Techniken und Alltagsleben in der Eisenzeit erläutert.

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