Bildungsstrategie arbeitet an „Lebenslanges digitales Lernen“

25. Januar 2019
Torsten Glaser (Niedersächsischen Landesschulbehörde, v.l.), Bernd Manthey (Wolfsburg AG), Iris Bothe (Dezernen für Jugend, Bildung und Integration) und Andreas Strutz (Volkswagen AG) beim Kick-off Workshop zur digitalen Bildungsstrategie für Wolfsburg. Foto: Stadt Wolfsburg
Wolfsburg. Die digitale Transformation im Bildungssektor hat längst begonnen und wird die Welt des Lernens radikal verändern - gleichzeitig stellt digitale Bildung den Schlüssel zu dieser Welt im Wandel dar und muss daher ein Bestandteil in allen Lebens- und Bildungsphasen sein. In einem Kick-off Workshop beschäftigten sich kürzlich die Stadt Wolfsburg, die Niedersächsische Landesschulbehörde, die Volkswagen AG sowie weitere Partner im Themenfeld "Lebensbegleitendes digitales Lernen" der Initiative #WolfsburgDigital mit den Perspektiven, Herausforderungen und Chancen sowie konkreten Aufgabenstellungen im Bereich Bildung.

 Es wurden fünf Expertengruppen gegründet, die mit Fokus auf jeweils einen Bildungsbereich – der frühkindlichen Bildung, der schulischen Bildung, der non-formalen Bildung, Ausbildung und Studium sowie Weiterbildung – Strategien für die Stadt Wolfsburg entwickeln, die Lehrende und Lernende, Bürgerinnen und Bürger und Beschäftigte angemessen auf die digitale Gesellschaft vorbereiten.
„Die Vision unserer Gesamtstrategie ist eine digitale Wolfsburger Bildungslandschaft: Bis zum Jahr 2025 erhält jede(r) in Wolfsburg, entlang der Bildungsbiografie und generationen- und institutionsübergreifend, eine zeitgemäße Infrastruktur für Bildung in der digitalen Welt, freien Zugang zu Bildung zu jeder Zeit an jedem Ort und ein Angebot, sich eine digitale Medienkompetenz anzueignen. Wir sind daher froh, mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde einen Partner gewonnen zu haben, mit dem wir uns gemeinsam den Herausforderungen der digitalen Transformation und dem DigitalPakt Schule stellen“, erklärt Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration der Stadt Wolfsburg.

Digitalisierung formatiert unser Erleben und unsere Erfahrung, deswegen braucht es eine digitale Grundbildung für alle, die möglichst bereits in der frühkindlichen Bildung und in der Schule beginnt. „Wir wollen gemeinsam mit der Kommune und ihren Bildungsakteuren erarbeiten, wie die Implementierung von Medienbildung in die Lehrpläne aller Schulformen, Fächer und Jahrgangsstufen gelingen kann und wie die Qualifizierung und Beratung der Lehrkräfte gestaltet wird, um Schülerinnen und Schüler beim Lernen im digitalen Wandel professionell fördern und begleiten zu können“, verdeutlicht Torsten Glaser von der Niedersächsischen Landesschulbehörde, der dort das Amt des Leiters der Regionalabteilung Braunschweig innehat.

Landesschulbehörde und Stadt Wolfsburg arbeiten bereits seit Monaten in einem gemeinsamen Steuerkreis daran, alle Schulen systematisch und verlässlich auf dem Weg zum Lernen in der digitalen Welt mitzunehmen. „Die Digitalisierung ist nicht nur für die MINT-Fächer (Mathematik, Information, Naturwissenschaften und Technik) eine wichtige Entwicklung, sondern wirkt viel umfassender auf die gesamte schulische Arbeit“, erläutert Glaser weiter. Weiterbildung ist die Quintessenz der Arbeitswelt und Gesellschaf von morgen. Daher bewerten Unternehmen Weiterbildung als zentrales Thema der digitalen Transformation. Qualifizierung für die Digitalisierung erfordert lebenslanges Lernen. Daher geht es in dem Handlungsfeld Weiterbildung intensiv um das Thema Teilhabe und den Zugang zum Lernen sowie um den Stellenwert digitaler Technologie für das Lernen. „Die vielfältigen Herausforderungen der digitalen Transformation zeigen sich auch in der Weiterbildung. Gemeinsam mit den Beteiligten, allen voran den Unternehmen, müssen wir neue Lern- und Lehrkonzepte entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei neben den fachlichen Kompetenzen auch die methodische Vielfalt, die die Digitalisierung bietet“, sagt Bernd Manthey, Leiter BildungsAgentur der Wolfsburg AG.

Digitalisierung beeinflusst Berufsausbildung

Immer stärker wird auch die Berufsausbildung von der Digitalisierung beeinflusst. So fördert Volkswagen individuelles und selbstgesteuertes Lernen beispielsweise mit dem Einsatz von Tablets in der Ausbildung. In enger Zusammenarbeit mit der Berufsbildenden Schule 2 Wolfsburg wurde eine Schulungsanlage entwickelt, an der die Integration von Industrie-4.0-Technologien in Verbindung zu einer selbsterstellten, dynamischen Lernplattform ausprobiert und nachvollzogen werden können „Diesen zukunftsweisenden Weg wollen wir weiter gemeinsam mit Partnern beschreiten, um einerseits Volkswagen als hochattraktiven Ausbildungsbetrieb für junge Menschen zu verstetigen sowie den Ausbildungsort Wolfsburg als zukunftsweisenden Ausbildungsort zu etablieren“, so Andreas Strutz, Leiter der Aus- und Weiterbildung Fahrzeugbau der Volkswagen AG.

„Die Stadt Wolfsburg will das Potenzial der Digitalisierung im Bereich Bildung nutzen und die digitale Bildung über den gesamten Lebenslauf im kommunalen Rahmen mit allen relevanten Akteuren aktiv gestalten“, fasst Iris Bothe, zuständige Dezernentin der Stadt Wolfsburg, die Arbeit der Strategiegruppe zusammen.
Die Stadt Wolfsburg strebt an, sich mit der Initiative #WolfsburgDigital zur Modellstadt der Digitalisierung zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Steigerung der Lebensqualität für die Bürger und die Zukunftssicherung Wolfsburgs als Wirtschaftsstandort. Aktuelle Informationen zu #WolfsburgDigital finden Sie unter www.wolfsburgdigital.org.

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