Blei im Boden: Baugebiet soll angehoben werden

30. November 2018 von
Der Boden in Lautenthal ist voller Blei. Symbolfoto: Alexander Panknin
Goslar. Das Baugebiet Lautenthal liegt auf vergiftetem Boden. Proben wiesen 4.800 Milligramm Blei pro Kilogramm Trockenbausubstanz nach. Ralf Schönian, Bauamtsleiter der Stadt Langelsheim, erklärt gegenüber regionalheute.de, wie es mit dem belasteten Baugebiet weiter gehen soll.

„Eine Bleibelastung ist zunächst einmal nichts Ungewöhnliches in der Region. Der gesamte Bereich um Goslar ist belastet – in Lautenthal ist die Belastung nur besonders hoch“, meint Schönian. Genauer gesagt, sei es der Oberboden, der mit 4.800 Milligramm Blei pro Kilogramm Trockenbausubstanz Werte aufweise, die zwölfmal höher seien, als erlaubt. Auf einen so stark belasteten Boden dürfe kein Wohngebiet gebaut werden.

Gebiet soll angehoben werden

Schönian erläutert, wie man dieses Problem angehen will. „Wir können den Oberboden nicht abtragen und entsorgen, weil tiefere Erdschichten ebenfalls belastet sind. Wir müssen Abstand zum belasteten Boden gewinnen, also soll das Gelände mit unbelastetem Boden angehoben werden.“ Wie sich diese Maßnahme auf die zukünftigen Grundstückspreise in Lautenthal auswirken wird, sei noch nicht sicher. „Wir müssen kalkulieren, was die Kosten für die Maßnahme wie auch den späteren Quadratmeterpreis angeht. Wenn wir einen Quadratmeterpreis nehmen müssten, zu dem wir die Grundstücke nicht veräußert bekommen, macht auch die Maßnahme keinen Sinn“, gibt Schönian zu bedenken.

Medienpartner

Anzeigen
Veranstaltungen
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: wolfsburg@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-24