Ein Ort der Besinnung – Zur Tradition von Weihnachtskrippen

23. Dezember 2018
Die Krippe mit Figuren des Künstlers Kleine-Tebbe auf dem Weihnachtsmarkt in Braunschweig. Foto: Achim Klaffehn
Region. Ob auf dem Weihnachtsmarkt oder als kleine Figuren in der Stube - die Weihnachtskrippe ist ein fester Bestandteil des Weihnachtsfestes in unserem Kulturkreis. Doch warum ist das so? Die Antwort lesen Sie in einem Text von Achim Klaffehn.

Ein wunderschöner Brauch in Deutschland ist das Aufstellen einer Weihnachtskrippe. Die Tradition geht auf Franz von Assisi zurück, der 1223 am 24. Dezember in der Nähe von Rom eine Messe las. Franziskus baute dazu eine Krippe mit lebendigem Ochsen und Eseln auf. Die Franziskaner verbreiteten die Idee über ganz Deutschland. Die Krippen wandelten ihr Aussehen im Laufe der Zeit und passten sich den Bedingungen der Jeweiligen Region an. Heute sind die Krippen in der ganzen Welt zu finden und gehören nicht nur in die Kirchen. Sie sind Sammelobjekte oder gehören zur religiösen Traditionen der Vorweihnachtszeiten in den Familien.

Auf Weihnachtsmärkten kommen sie ebenfalls zur Ausstellung. In Helmstedt steht sie zur Zeit in der Kritik, da sie mit ihren Tieren von vielen Menschen aus Tierschutzgründen nicht mehr akzeptiert wird. Überwiegend findet man heute Krippen mit Holzskulpturen.

Schnitzkunst in Lebensgröße

Auf dem Weihnachtsmarkt in Braunschweig befindet sich eine solche Krippe am Dom. Das Ensemble der Krippenfiguren wird nahezu in Lebensgröße dargeboten. Die Holz-Skulpturen stellen Maria, Josef und das Jesuskind, die heiligen drei Könige und entsprechende Tiere mit den Hirten dar. Erstellt wurden die Skulpturen durch den Künstler Magnus Kleine-Tebbe aus Braunschweig. Seit 2010 ist die Krippe fertiggestellt und steht jährlich zur Ansicht. Die Figurengruppe ermöglicht es im Trubel des Weihnachtsmarktes in sich zu kehren, die Krippe zu betrachten und die Schnitzkunst zu genießen.

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