Eine Entspannung des Wohnungsmarktes ist noch nicht in Sicht

19. November 2019
Nach wie vor herrscht eine hohe Nachfrage nach Wohnungen in Wolfsburg. Symbolfoto: pixabay/Marc Angerstein
Wolfsburg. Wie sich die Mietpreise entwickeln, untersucht die Stadt Wolfsburg jährlich in ihrer Mietmarktanalyse. Hierfür sind wieder über 21.000 Mieten der drei Wohnungsgesellschaften Neuland, Volkswagen Immobilien und der Allertal Immobilien ausgewertet worden, die etwa 60 Prozent und damit den größten Teil der Mietwohnungen in Wolfsburg besitzen. Über die Ergebnisse berichtet die Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung.

„Dank des einzigartigen Fundus an Daten lassen sich die verschiedenen Facetten des Mietmarktes in Wolfsburg detailliert abbilden“, unterstreicht Ralf Sygusch, Leiter des Referats Strategische Planung, Stadtentwicklung, Statistik der Stadt Wolfsburg.

In den vergangenen vier Jahren seien die Bestandsmieten jährlich um durchschnittlich 0,10 Euro pro Quadratmeter gestiegen und liegen aktuell bei durchschnittlich 6,10 Euro pro Quadratmeter nettokalt. Wer bereits viele Jahre in seiner Wohnung lebt, profitiert häufig von niedrigen Mieten. Aber auch wer auf Wohnungssuche geht, findet aufgrund der angespannten Wohnungsmarktsituation zwar nur ein begrenztes Angebot an Wohnungen, diese sind aber nicht zwangsläufig im höherpreisigen Segment.

Extrem niedrige Leerstandsquote

In 2018 haben die Wohnungsgesellschaften mehr als 2.000 Mietverträge in allen Preiskategorien geschlossen. Rund 30 Prozent der Wohnungen sind im preisgünstigeren Segment bis zu 6,10 Euro pro Quadratmeter vermietet worden, der größte Anteil mit 54 Prozent liegt im mittleren Preissegment zwischen 6,10 bis 7,50 Euro pro Quadratmeter und 17 Prozent gehören zu den höherpreisigen Wohnungen, die mehr als 7,50 Euro pro Quadratmeter kosten. Hierunter fallen auch die frei finanzierten Neubauwohnungen, die im Erstbezug ab etwa 10 Euro pro Quadratmeter vermietet werden.
Die meisten Neubauwohnungen werden von Wolfsburgern bezogen, die an anderer Stelle im Stadtgebiet wieder eine günstigere Wohnung frei machen. Ein Ziel der Wohnbauoffensive ist es, Bewegung in den Wohnungsmarkt zu bringen. Mit einer Umzugsquote von aktuell rund 10 Prozent liegt diese nun wieder auf einem normalen Maß. Allerdings besteht nach wie vor Vollvermietung. Die Wohnungsgesellschaften weisen eine marktbedingte Leerstandsquote von lediglich 0,4 Prozent auf. „Dies ist ein Zeichen dafür, dass nach wie vor eine sehr hohe Nachfrage an Wohnraum in Wolfsburg besteht und die freiwerdenden Wohnungen in allen Preisklassen und Qualitäten problemlos wieder vermietet werden können“, erklärt Oberbürgerbürgermeister Klaus Mohrs.

Bewegung in den Mietmarkt bringen

Einen Einblick in den privaten Vermietungsmarkt bieten die Angebotsmieten, die über die inserierten Wohnungen auf Online-Vermietungsportalen ermittelt werden. Auch die Zahl der angebotenen Wohnungen auf diesen Portalen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Sie spiegelt allerdings mit nur etwa 1.000 Wohnungen für durchschnittlich etwa 9 Euro je Quadratmeter dennoch nur einen kleinen Teil des Wolfsburger Mietmarktes wider – gegenüber den 21.000 Mieten der hiesigen Wohnungsbaugesellschaften.

Entspannung nicht in Sicht

„Es ist uns gelungen, Bewegung in den Wohnungsmarkt zu bringen. Die freigewordenen Wohnungen werden zum allergrößten Teil zu moderaten Preisen wiedervermietet. Neuland, Volkswagen Immobilien und Allertal haben eine dämpfende Wirkung auf die Mietpreisentwicklung in Wolfsburg“, freut sich Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Allerdings ist eine Entspannung des Wohnungsmarktes noch nicht in Sicht. Ziel ist es ein vielfältiges, attraktives und preislich differenziertes Wohnangebot für unterschiedliche Lebenssituationen und Lebensstilen über unsere Wohnungsbestände und Neubauvorhaben in unseren Stadtteilen anbieten zu können“, betont Mohrs.

Medienpartner

Anzeigen
Veranstaltungen
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: wolfsburg@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-24