Forschung zur Neindorfer Volkshochschule im 19. Jahrhundert

6. Mai 2019
Symbolbild: Pixabay
Neindorf. Der Heimatpfleger von Neindorf, Eberhard Frey hat in mehrjähriger Forschung vorwiegend aus dem Archivalien des IZS das Lehrerleben von Heinrich Asche in Neindorf nachgezeichnet. Dabei wertete er vorwiegend Schulakten aus, die bisher noch nicht in der Forschung berücksichtigt worden waren, so die Stadt Wolfsburg.

Heinrich Asche habe seinen Lehrerberuf von 1860 bis 1895 ausgeübt. Kurze Zeit nach seiner Pensionierung sei er mit 68 Jahren in der „Heil- und Pfleganstalt“ in Hildesheim gestorben. Er habe 25 Jahre lang bis an die Grenzen seiner Gesundheit gearbeitet, wie Frey in seinem Fazit schreibt, und starb „an tiefer Erschöpfung“.

In seiner 140-seitigen Darstellung sei es dem Autor gelungen, dieses Lehrer- und Küsterlebens an einer Dorfschule in Neindorf aus den Schulakten anschaulich zu beschreiben. Asche selbst habe sich nur in wenigen Sätzen in einer Schulchronik über seine berufliche Tätigkeit als Grundschul- und Hauptschullehrer geäußert. Interessierte würden viel über den Schulalltag, den Stundenplan, die Unterrichtsfächer und die so gefürchteten Visitationen erfahren. Interessant seien auch Freys Ausführungen über das „Diensteinkommen“ des Lehrers, das bis in den 1870er Jahre unter anderem aus der Dienstwohnung und aus Naturalien, aus kirchlichen Geldern sowie aus dem von den Eltern zu errichtenden Schulgeld bezahlt worden sei. Die finanzielle Situation dieses Lehrers sei aus heutiger Sicht sicherlich als prekär zu bezeichnen.

Das Bild einer ländlich strukturierten Dorfgesellschaft werde ebenso nachgezeichnet wie die Veränderungen in der Schulorganisation und die Personen, mit denen Asche in seinem Berufsleben zusammenarbeitete. Die Veröffentlichung sei im Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation kostenfrei zu erwerben.

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