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Freibadsommer: Eltern sollen auf Kinder aufpassen

10. August 2018 von
Immer wieder kommt es zu Verletzungen der Aufsichtspflicht im Schwimmbad. Das Problem sei aber nicht neu. Symbolfoto: Anke Donner
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Goslar. Dank des super warmen Sommerwetters, welches sich nun schon verhältnismäßig lange in der Region hält, ist in den Freibädern einiges los. Der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister äußerte sich erst kürzlich mit Bedenken über das Verhalten von Aufsichtspersonen in den Schwimmbädern. regionalHeute.de hat nachgefragt, ob auch in Wolfsburg ein Trend zu erkennen ist.

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Julia Biesinger, stellvertretende Betriebsleiterin im BadeLand Wolfsburg, erklärt auf Anfrage von regionalHeute.de: „Was die Aufsichtspflicht verlangt ist in erheblichem Maße von den beteiligten Kindern und ihrem Entwicklungsstand abhängig. Eltern dürfen und sollen dem Kind alters- und entwicklungsgerechte Freiräume lassen. Wenn Eltern der Ansicht sind, dass ihre Kinder fähig sind sich im Schwimmbad korrekt zu verhalten, dann lassen die Eltern ihre Kinder auch alleine ins Schwimmbad oder sich dort alleine aufhalten.“ Jedoch sei in der Vergangenheit vermehrt der Fall eingetreten, dass Kinder nicht sicher schwimmen können, vor allem wenn sie sich mehrere Stunden im Bad aufhalten. „Deswegen dürfen Kinder erst ab 8 Jahren und mit Vorlage des Bronze-Abzeichen alleine ins BadeLand. Besteht die auch als Freischwimmer bekannte Schwimmstufe nicht, muss das Kind während des gesamten Aufenthalts von einer erwachsenen Begleitung ab 18 Jahren betreut werden. Durch einen Flyer, den ich Ihnen im Anhang mitschicke weisen wir, vor allem in der Ferienzeit, verstärkt hin“, so Biesinger.

Eltern zeigen sich verständnisvoll

Wenn es dann jedoch offensichtlich für die Mitarbeiter des BadeLands ist, dass eine Pflichtverletzung vorliegt, dann werden die Eltern „direkt freundlich aber bestimmt darauf angesprochen“, so die stellvertretende Betriebsleiterin. Die betroffenen Eltern reagieren auf die Hinweise der Mitarbeiter aber größtenteils verständnisvoll. „Wir weisen konkret auf die Gefahr hin – dann reagieren die Eltern zu 90 Prozent vernünftig und akzeptieren den Hinweis“, betont Julia Biesinger abschließend.

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