Internationaler Museumstag: Städtische Museen bieten Aktionen an

14. Mai 2019
Die Sammlung landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen in der Historischen Brauscheune, Foto: Stadtmuseum Schloss
Wolfsburg. Seit 1977 findet immer im Mai unter einem jährlich wechselnden Motto der Internationale Museumstag statt. Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum und das Stadtmuseum sowie seine Dependancen Burgmuseum Neuhaus und Landwirtschaftsabteilung bieten aus diesem Anlass am 19. Mai zahlreiche Aktionen an. Dies teilt die Stadt Wolfsburg mit.

Ziel sei es, auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der etwa 6.500 Museen in Deutschland aufmerksam zu machen. Gleichzeitig sollen die Besucherinnen und Besucher ermuntert werden, die in den Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden. Das Motto des diesjährigen Museumstages am Sonntag lautet „Museen – Zukunft – lebendige Traditionen“.

Wie die Historischen Museen in Wolfsburg – das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum und das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg mit seinen Dependancen Burgmuseum auf der Burg Neuhaus und Landwirtschaftsabteilung in der Historischen Brauscheune – Orte der lebendigen Traditionen und zugleich der Zukunft sind, werde an diesem Sonntag bei Museumsrundgängen und Aktionen deutlich.

Landmaschinen von vor 100 Jahren

Am diesjährigen Internationalen Museumstag zum Motto „Musen – Zukunft – lebendige Traditionen“ eröffne das Team des Stadtmuseums die Besuchersaison in der Landwirtschaftsabteilung in der Historischen Brauscheune, gelegen am östlichen Rand des Schlossparks. Ausgestellt seien hier Landmaschinen und landwirtschaftliche Geräte aus den vergangenen 100 Jahren. Auch Spektakuläres wie ein alter Mähdrescher oder ein Lanz-Bulldog-Traktor sind zu sehen. Den Alltag in früheren Zeiten würden ebenso „gewöhnliche“ Ausstellungsstücke, wie eine Trage für Kuchen, den die Menschen früher statt zu Hause beim Dorfbäcker buken, verdeutlichen. Selbst Kutschen aus dem Hause der Grafen von der Schulenburg zeige das Museum.

Wie Bauern und Handwerker in unserer Region einst lebten, das führen anschaulich „De Steinbekers“, die Tanz- und Trachtengruppe aus Nordsteimke, an diesem landwirtschaftlichen Aktionstag vor. Im Fokus stehe dabei die Metallbearbeitung. In traditionellen Trachten gekleidet führen die Steinbekers traditionelle Tänze aus unserer und anderen Regionen Europas vor. Um 15 Uhr finde eine Themenführung durch die Dauerausstellung mit Dr. Arne Steinert, angelehnt an das Motto des diesjährigen Internationalen Museumstages „Museen – Zukunft – lebendige Traditionen“ statt.

Burg Neuhaus bestaunen

Auf einer hohen Kante, nämlich auf dem Felsmassiv über dem Hehlinger Bach wurde Ende des 14. Jahrhunderts die Festung Burg Neuhaus von Magnus dem Jüngeren aus dem Geschlecht der Braunschweiger Herzöge errichtet. Die Burg wurde zu Verteidigungszwecken, als Amtssitz sowie Domäne und in den 1930er-Jahren von den Nationalsozialisten als Schule zur sportlich-ideologischen Erziehung von Jugendlichen aus Bauernfamilien genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei die Burg ein Kinderheim gewesen.

Heute befinde sich ein Kindergarten auf dem Burggelände. Mit der hiesigen Turnhalle und den Ateliers verschiedener Wolfsburger Künstlerinnen und Künstler änderte die Burg ihre Funktion zu einem Bürger- und Kulturzentrum. Das Burgmuseum, eine Dependance des Stadtmuseums beim Schloss Wolfsburg, werde seit vielen Jahren liebevoll und hoch kompetent betreut von den Mitgliedern des Freundeskreises Burg Neuhaus unter dem Vorsitz von Frank Wolters. Dank des ehrenamtlichen Engagements der Burgfreunde könnten Besucherinnen und Besucher aus der Stadt, der Region und von auswärts mehr über die Geschichte der Burg Neuhaus auf Schautafeln, in anschaulichen Modellen und anhand von historischen Objekten erfahren.

Hoffmann von Fallerleben kommt zu Wort

Passend zum diesjährigen Motto des Museumstages führe die Theatergruppe des Kultur- und Denkmalvereins Fallersleben um 17 Uhr im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum Spielszenen zur Geschichte des traditionsreichen und mehr als 1.000 Jahre alten Ortes auf. Aber auch Hoffmann von Fallersleben komme „zu Wort“, wenn ausgewählte Gedichte aus seiner Feder vorgetragen und in ihrem historischen Kontext interpretiert werden.

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