Kinokritik: „The sun is also a star“ – Liebesdrama mit Happy End?

17. Mai 2019
Seit Donnerstag läuft die Buchverfilmung von "The sun is also a star" im C1 Cinema in Braunschweig. Foto: C1 Cinema/Video: Julia Seidel
Braunschweig. Am Donnerstag, 16. Mai, lief im C1 Cinema in Braunschweig das Liebesdrama "The sun is also a star" an. Vorwiegend mit unbekannten Schauspielern besetzt, dreht sich der Film um die Liebe zweier junger Menschen, die sich nur an einem einzigen Tag kennengelernt haben. Ob es sich lohnt, die beiden auf ihrer Reise zu begleiten, erfahren Sie von unseren Kinokritikern.

Bei dem Film „The sun is also a star“ handelt es sich um die Verfilmung des Buches mit dem gleichen Namen von Nicola Yoon, das 2016 erschienen ist. Es wird eine besondere Art der Liebesgeschichte erzählt, in der sich zwei junge Menschen an nur einem einzigen Tag ineinander verlieben.

Inhalt

Der 17-jährige Daniel (Charles Melton) ist ein gut aussehender Koreaner und angehender Yale-Student. An diesem Tag ist Daniel früh unterwegs, denn er muss noch zum Friseur und danach zu einem ehemaligen Yale-Absolventen, um sich bei ihm ein Empfehlungsschreiben für die eigene Bewerbung an der Elite-Universität zu holen. Als Natasha (Yara Shadidi) wieder einmal sehr vertieft in die Musik auf ihren Ohren ist und verträumt durch die Straßen der Stadt läuft, wird sie beinahe von einem Auto erfasst, doch Daniel kann sie gerade noch retten. Obwohl Natasha nicht an die Liebe glaubt, weil sie nicht messbar und nur vorübergehend sei, eine Mischung aus Hormonen und Zufall, lässt sich Daniel davon nicht beirren. Er will sie davon überzeugen, dass es die wahre Liebe wirklich gibt, und wettet mit ihr, dass sie sich innerhalb eines Tages in ihn verliebt – und genau das soll auch eintreten. Doch die Sache hat einen Haken: Weil Natashas Familie seit Jahren ohne Aufenthaltserlaubnis in den USA lebt, sollen sie schon am nächsten Tag zurück nach Jamaika abgeschoben werden…

Trailer

Kritik

Ist es möglich, sich an einem Tag zu verlieben oder sogar seine große Liebe zu finden? In „The sun is also a star“ wird zumindest die Möglichkeit in Betracht gezogen. Ein hoffnungslos träumerischer Poet verliebt sich „auf den ersten Blick“ in eine (scheinbar) knallharte Naturwissenschaftlerin, die mit Gefühlen wie Liebe oder dem Glauben an etwas wie Schicksal nichts anfangen kann. Diese Herausforderung nimmt Daniel gerne an und wettet mit ihr, dass er es schafft, dass sie sich innerhalb eines Tages in sie verliebt. Dazu trägt er der Skeptikerin eine Studie vor, in der Wissenschaftler Fragen entwickelt haben, die auf jeden Fall zur Liebe führen sollen. 

Auch wenn sich Natasha zunächst noch gegen ihre Gefühle zu sträuben scheint, so änderte sie ziemlich schnell ihre Meinung. Da sich die gesamte Geschichte an einem Tag abspielte, wirkte diese Veränderung von dem einen Extrem ins Andere etwas aufgesetzt. Insgesamt wirkten die Charaktere etwas flach und schwammig in ihren Äußerungen und Handlungen, weshalb es schwer fiel, mit den Personen mitzufiebern und einen Zugang zu finden. 

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