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Kinokritik: Tolkien – Der Beginn einer Legende

21. Juni 2019
Wir begleiteten den jungen Tolkien am Donnerstag ein Stück in seinem Leben. Foto: C1 Cinema Braunschweig/ Video: Julia Seidel
Braunschweig. Am gestrigen Donnerstag lief im C1 Cinema in Braunschweig die Filmbiografie eines der bekanntesten Fantasy-Buchautoren an. Mit seinen Werken "Der kleine Hobbit" und "Der Herr der Ringe" schaffte es J.R.R. Tolkien auf die Kinoleinwände und die Geschichten in Mittelerde erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Ob es sich dennoch lohnt einen Blick in das Leben des Erfolgsautoren zu werfen, verraten Ihnen unsere Kinokritiker.

In der Biografie steht das Leben von Tolkien im Mittelpunkt. Der Film beschränkt sich in erster Linie auf die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Dabei muss der junge Tolkien über allerlei Missstände und Schicksalsschläge hinweg seinen Weg in die Welt finden, um letztendlich das College besuchen zu können. Während all der Zeit konnte er stets auf die Unterstützung seiner Freunde zählen. 

Inhalt

Bereits im Alter von drei Jahren verliert Tolkien (Nicholas Hoult) seinen Vater, neun Jahre später stirbt auch seine Mutter. In seiner Schulzeit findet der noch junge verwaiste Autor seine eigene Gefolgschaft aus Außenseitern, deren Verbindung schon bald auf die Probe gestellt wird. Auch die Beziehung zu seiner Liebe Edith (Lily Collins) wird vom Eintritt des Ersten Weltkriegs einer harten Prüfung unterzogen. Als Tolkien nach dem Krieg nach Hause zurückkehrt, beginnt er, als Professor am Pembroke College zu unterrichten. Seine Lebenserfahrung fließt in seine erschaffene Geschichte von Mittelerde mit ein und er erfindet eines seiner größten Werke: den Herrn der Ringe.

Trailer

Kritik

Die Lebensgeschichte von John Ronald Reuel Tolkien beginnt mit dem Tod seines Vaters in seiner Kindheit. Er muss mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder sein Zuhause verlassen und in die Stadt ziehen. Bereits zu diesem Zeitpunkt können Fans vom Hobbit und Herr der Ringe erkennen, wohin die Reise gehen wird. Anhand des Filmes werden diverse Einflüsse seines Lebens erkennbar. So unter anderem auch, während sich der heranwachsende Tolkien in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges befindet. Eine Szene zu der während des gesamten Films immer wieder gesprungen wird. Tolkien ist krank. In seinem Fieberwahn erscheinen ihm immer wieder Kampfszenen zwischen Rittern, die mit ihren Pferden kämpfen und Drachen. 

Einen weiteren Schwerpunkt legt der Film auf die philologische Ausbildung des Autors, der selbstständig mehrere Sprachen erfunden hat. Dabei legte er nicht nur eine Grammatik, Worte und Aussprache fest, sondern teilte ihnen auch ein eigenes Volk zu – eines der wichtigsten Eigenschaften einer Sprache. Generell wirkt der Film wie eine Mischung aus Tolkiens Wikipedia- Artikel und dem Grundkurs eines Philologie-Studiums. Fans des Mittelerde-Universums können hier mit Sicherheit einige interessante Dinge über die Entstehung ihres Fandoms erfahren, kommen jedoch im Großen und Ganzen nicht auf ihre Kosten. 

Wir vergeben 3,5 von 5 regionalHeute.de Punkten.

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