Meisterfeier 2019: 376 Handwerksmeister erhalten Meisterbrief

6. April 2019
Die besten Meister des Jahrgangs 2018: Saskia Lange, Alina Zilinski, Ralf Bier, Jonas Ziermann, Franziska Verena Seeger, Heiner Bremer, Tobias Erdmann, Arne von Seelen, Luise Pfannenschmidt, Benjamin Sievers mit Hauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer (li.) und Kammerpräsident Detlef Bade. Auf dem Foto fehlt: Joshua André Itschner, bester KFZ-Techniker Meister des Jahres 2018. Fotos: Tanja Bischoff
Braunschweig. Am Freitagabend erhielten 376 Meister vor rund 1.600 Gästen in der Braunschweiger Stadthalle ihre Urkunden überreicht. Die jungen Handwerkerinnen und Handwerker haben im Jahr 2018 erfolgreich ihre Prüfungen vor der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade abgelegt.

von Tanja Bischoff

Die größte Gruppe bildeten die Landmaschinenmechaniker mit 55 neuen Meistern vor den Kraftfahrzeugtechnikern mit 54 und den Augenoptikern und Dachdeckern mit jeweils 41 neuen Meistern. 62 der neuen Meister sind Frauen, davon 31 Augenoptikerinnen und 22 Friseurinnen. Von 17 Berufen sind die Frauen dieses Jahr in zehn Handwerken vertreten.

Kammerpräsident Detlef Bade gratulierte den jungen Meistern: „Der Meisterbrief ist ein Gütesiegel im Handwerk. Er steht nicht nur für Ihre berufliche Zukunft, sondern für die Zukunft unseres gesamten Wirtschaftsbereichs.“ Bade betonte besonders die Bedeutung des Meisterbriefs für die Nachwuchssicherung. „Wenn es immer weniger Meister gibt, dann gibt es auch immer weniger Fachleute, die ihr Wissen an junge Menschen weitergeben können. Und wenn keine Azubis nachkommen, fehlen dem Handwerk irgendwann die Fachkräfte.“

Kammerpräsident Detlef Bade begrüßt die neuen Meister.

Vor diesem Hintergrund begrüßte der Kammerpräsident, dass die Bundesregierung die Fehlentwicklungen seit der Novellierung der Handwerksordnung 2004, bei der 53 Gewerke aus der Meisterpflicht gelöst wurden, korrigieren und den Meisterbrief stärken wolle. „Die Abschaffung des Meisters hat spürbare Folgen in den betroffenen Gewerken hinterlassen, nämlich weniger Fachkräfte, weniger Ausbildung und nicht selten auch weniger Qualität“, sagte Bade. Aktuell prüfe eine Arbeitsgruppe am Bundestag, wie die Meisterpflicht wieder eingeführt werden könne. „Wir sind ganz gespannt, wie es weiter geht. Wir im Handwerk sagen jedenfalls ganz klar: Ja zum Meister.“

Für einen entsprechenden Rahmen und gute Stimmung sorgte ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm.

Showprogramm bei der Meisterfeier.

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