NABU-Station Aller/Oker feierlich eröffnet

3. Mai 2018
Unter Beisein von Vertretern der Landkreise und Städte überreichte Umweltminister Lies den Mitarbeiterinnen der ÖNSA zum Arbeitsbeginn symbolisch eine Wathose und wünschte „Trockene Füße und ein gutes Gelingen auch in unwegsamem Gelände!“ Foto: NABU/Matthias Freter
Königslutter. Am heutigen Donnerstag wurde die Ökologische NABU-Station Aller/Oker durch Umweltminister Olaf Lies eröffnet. Bei der feierlichen Veranstaltung im Hof der Umweltburg in Königslutter, dem Sitz der Station, wünschte der niedersächsische Umweltminister der NABU-Station einen erfolgreichen Start und gutes Gelingen. Das teilt der NABU mit.

Seit dem 1. Januar 2018 erhält die Ökologische NABU-Station Aller/Oker (ÖNSA) vom Land Niedersachsen eine Förderung zur naturschutzfachlichen Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel sowie den Städten Braunschweig und Wolfsburg. Nach einer mehrjährigen Vorbereitungsphase hat der NABU Niedersachsen, Träger der NABU-Station, erfolgreich Fördermittel für die nächsten vier Jahre, bis Dezember 2021, beantragt.

Die Ökologische NABU-Station Aller/Oker betreut in Kooperation mit den Landkreisen und Städten Braunschweig, Helmstedt, Wolfenbüttel und Wolfsburg beziehungsweise den Unteren Naturschutzbehörden hiesige Natura 2000-Schutzgebiete. Die beiden thematischen Schwerpunkte der Station sind die Niederungsgebiete der Flüsse Aller und Oker sowie die einzigartigen Steppenrasen dieser Region mit den für Steppenlandschaften typischen Lebensraumtypen und Arten.

Praktischer Naturschutz vor Ort

Umweltminister Olaf Lies: „Die Ökologischen Stationen in Niedersachsen tragen wesentlich zum praktischen Naturschutz vor Ort bei. Sie betreuen, pflegen und entwickeln die Schutzgebiete im Rahmen ihrer Ziele und Aufgaben und leisten damit wunderbares für die Lebensräume von Tieren und Pflanzen. In den Betreuungsgebieten an Aller und Oker profitieren besonders schützenswerte, bedrohte Arten und Lebensraumtypen sehr stark von den Aktivitäten der Ökologischen NABU-Station.“ Neben der Erfassung von Pflanzen- und Tierarten ist die ÖNSA an der Planung und zukünftig auch an der Umsetzung von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen und von Artenschutzprojekten beteiligt.

Vornehmliches Ziel der Arbeit der Station ist es, den Herausforderungen des regionalen Naturschutzes besser gerecht zu werden und zum Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt vor Ort beizutragen.

Ergänzen statt ersetzen

„Die Betreuungsgebiete weisen ein aus ökologischer Sicht hohes Entwicklungspotenzial mit besonderem Handlungsbedarf auf. Schutzmaßnahmen in den Gebieten können eine zentrale Rolle bei dem Erhalt der Arten und Lebensraumtypen spielen“, betont Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender NABU Niedersachsen und ergänzt „Wichtig bei der Betreuung durch die Ökologischen Stationen ist, dass nichts ersetzt werden soll, sondern die bestehende Schutzgebietsbetreuung sinnvoll ergänzt werden soll. Wesentlich ist dabei die konstruktive Zusammenarbeit der Akteure vor Ort, insbesondere der Behörden und der Verbände. Nur gemeinsam können wir uns erfolgreich den großen Herausforderungen zum Erhalt unserer Natur stellen.“

Die Station ist vorerst mit zwei Teilzeitstellen besetzt: Mit der Leitung ist Marieke Neßmann seit dem Beginn des Aufbaus 2016 betraut, Nicole Feige arbeitet seit April 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Station.

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