Nach Startschwierigkeiten: Pflegekammer wird beitragsfrei

27. November 2019
Die Pflegekammer habe keinen optimalen Start gehabt, so die Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer.Symbolfoto: Pixabay
Wolfsburg / Hannover. Die Einrichtung der niedersächsischen Pflegekammer wurde im Jahr 2016 im Hinblick auf den demografischen Wandel und einen steigenden Fachkräftebedarf in der Pflege ins Leben gerufen. Ziel der Pflegekammer ist, den Pflegekräften eine starke Stimme zu geben - doch es regte sich Unmut über die geplanten Beiträge. Die seien laut eine Pressemitteilung der SPD-Landtagsabgeordneten Immacolata Glosemeyer nun aber Geschichte.

Nach der konstituierenden Kammerversammlung im August 2018 sollte die Pflegekammer ihre eigentliche Arbeit aufnehmen. „Ein nicht optimaler Start, eine mangelnde Finanzierung und auch die unglückliche, fehlerhafte Versendung von Beitragsbescheiden, sowie die Kommunikation der Kammer mit ihren Mitgliedern haben es erschwert, das Vertrauen bei den Pflegekräften zu stärken“, schildert die Wolfsburger Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer (SPD) und ergänzt: „Ich kann die Unzufriedenheit bei den niedersächsischen Pflegekräften verstehen. Wir müssen einräumen, dass es ein Fehler war, die Pflegekammer in Niedersachsen bei ihrer Einrichtung nicht mit einer Anschubfinanzierung unterstützt zu haben.“ Wie die Abgeordnete erklärt, habe sich das auch in ihrem Wahlkreis bemerkbar gemacht: „Mich persönlich haben auch zahlreiche Zuschriften aus Wolfsburg erreicht, die die Kritik an den Beiträgen, sowie den Bescheiden zum Ausdruck gebracht haben“, berichtet die Landtagsabgeordnete.

6 Millionen Euro werden bereitgestellt

„In den Zusendungen wurde jedoch auch deutlich, dass viele Pflegekräfte sich eine starke Stimme als Fürsprecher wünschen und eine Pflegekammer grundsätzlich befürworten. Deshalb habe ich mich persönlich dafür eingesetzt, dass im Rahmen der politischen Liste die vollständige Beitragsfreiheit für die niedersächsischen Pflegekräfte zur Pflegekammer umgesetzt wird“, ergänzt Glosemeyer. Für die Umsetzung des Vorhabens werden rund 6 Millionen Euro bereitgestellt. Insgesamt umfasst die politische Liste einen Maßnahmenkatalog mit einem Gesamtvolumen von rund 106 Millionen Euro.

Laut Glosemeyer habe die Pflegekammer das Potenzial, eine mächtige Interessenvertretung der bis zu 100.000 Pflegekräfte in Niedersachsen zu werden und so wichtige Impulse im politischen Kontext zu geben. So vertritt sie die Pflegekräfte im politischen Rahmen in der Enquete-Kommission zur medizinischen Versorgung in Niedersachsen oder auch im Krankenhausplanungsausschuss und dem Landespflegeausschuss.

„Ich hoffe, dass mit der Beitragsfreiheit die Pflegekammer und die Pflegekräfte in Niedersachsen wieder stärker zueinander finden. Letztlich können wir nur gemeinsam die Rahmenbedingungen in der Pflege verbessern und so den Pflege-Beruf wieder attraktiv machen“, bekennt Glosemeyer abschließend.

 

 

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