Polizei stellt Alkoholsünder: „Spitzenwert“ lag bei 2,2 Promille

7. Januar 2019
Die Polizei zog am vergangenen Wochenende etliche Alkoholsünder aus dem verkehr. Symbolfoto:
Wolfsburg. Wie die Polizei Wolfsburg am Montag berichtet, wurden zwischen Freitagmittag und Sonntagabend vier Autofahrer gestoppt, die unter Alkoholeinfluss am Steuer saßen. Die meisten Promille hatte ein Mann aus Gelsenkirchen. Bei ihm wurden 2,26 Promille gemessen.

Bereits am Sonntagmorgen stoppte die Polizei einen 28-Jährigen in der Dieselstraße mit 1,5 Promille. Über das Wochenende gab es dann weitere Alkoholsünder. Dabei seien laut Polizei keinesfalls geringe Promillezahlen im Spiel gewesen, sondern Werte, die auf erhöhten Alkoholkonsum hindeuten.

Begonnen hatte die Serie am Freitagmittag, als eine Polizeistreife gegen 12.10 Uhr in der Straße Unter den Höfen in Neindorf einen 51 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Helmstedt kontrollierte. Aufgefallen war der 51-Jährige, weil er in seinem Jeep mit defektem Abblendlicht unterwegs war. Die Beamten stellten bei dem Autofahrer stark gerötete Bindehäute fest und boten dem 51-Jährigen einen Atemalkoholtest an, der 1,18 Promille anzeigte. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen, der Führerschein sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Wendemanöver missglückt

Im Bruchgartenweg bemerkte am Samstagmittag gegen 13.55 Uhr ein aufmerksamer Anwohner, wie ein Fahrzeugführer mit seinem Opel Corsa mehrfach versuchte zu Wenden. Dabei stieß er wiederholt gegen das Metalltor einer dort befindlichen Garage. Der Anwohner sprach den Fahrzeugführer an, stellte fest, dass er erheblich unter dem Einfluss alkoholischer Getränke stand, zog den Fahrzeugschlüssel ab und alarmierte die Polizei. Als die Beamten vor Ort eintrafen, fanden sie den Fahrzeugführer sitzend hinter dem Steuer seines Corsas an. Eine Identitätsfeststellung ergab, dass es sich um einen 44 Jahre alten Gelsenkirchener handelte. Ein Atemalkoholtest erbrachte stattliche 2,26 Promille. Auch hier waren eine Blutprobe, die Sicherstellung des Führerscheins sowie Einleitung eines Strafverfahrens die Folge.

Am Samstagnachmittag wurde die Polizei gegen 16.45 Uhr zu einem Verkehrsunfall in die Hauptstraße nach Lehre entsandt. Hier befuhr ein 70 Jahre alter Autofahrer aus dem Landkreis Helmstedt mit seinem VW Golf die Straße Oberdorf in Richtung Hauptstraße, missachtete dass Verkehrszeichen „Vorfahrt achten“ und steuerte sein Fahrzeug über die Kreuzung hinweg in die Schulstraße. Dort prallte er gegen einen dort wartenden VW Golf eines 73Jahre alten Autofahrers ebenfalls aus dem Landkreis Helmstedt. Anschließend wollte er weiterfahren, wurde aber von einem Zeugen daran gehindert und festgehalten, bis die Polizei eintraf. Bei der Verkehrsunfallaufnahme stellten die Beamten deutlichen Alkoholgeruch in der Atemluft des 70-Jährigen fest und führten einen Atemalkoholtest durch, der stattliche 1,6 Promille erbrachte. Während der eine Golf weiterhin fahrtüchtig blieb, musste der Wagen des Unfallverursachers abgeschleppt werden. Dem 70-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen, der Führerschein beschlagnahmt und Verfahren wegen Trunkenheit im St6raßenverkehr und Verkehrsunfallflucht eingeleitet.

Der letzte Fall von Trunkenheit im Straßenverkehr ereignete sich am Sonntagabend gegen 18.15 Uhr in der Straße Mörser Winkel in Detmerode. Hier alarmierte ein aufmerksamer Zeuge die Polizei nachdem er beobachtet hatte, wie ein 66 Jahre alter Wolfsburger mit seinem Seat Arosa von der Straße Detmeroder Markt in Richtung Mörser Winkel fuhr. Die Beamten trafen den 66-Jährigen im Mörser Winkel an. Ein Atemalkoholtest erbrachte 1,68 Promille. Auch hier folgten Blutentnahme, Sicherstellung des Führerscheins und Einleitung eines Strafverfahrens.

Kein Kavaliersdelikt

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang abermals darauf hin, dass es sich bei sogenannten Trunkenheitsfahrten keinesfalls um Kavaliersdelikte handelt. Schon bei geringstem Genuss von alkoholischen Getränken findet eine körperliche Beeinflussung und damit eingeschränkte Wahrnehmung und vermindertes Reaktionsvermögen statt. Wer meint, sich alkoholisiert hinters Steuer zu setzen, gefährdet damit leichtfertig sich und vor allem andere Verkehrsteilnehmer. Die Polizei wird auch weiterhin verstärkt Verkehrskontrollen durchführen, um diesem Deliktsfeld zu begegnen.

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