„Safer Use – Vom Harz bis ans Meer“

13. Mai 2019
Udo Eisenbarth, Leiter der Drogenberatung Wolfsburg. Foto: Aids-Hilfe Wolfsburg e.V.
Wolfsburg. Wie die Aids-Hilfe Wolfsburg e. V. selbst mitteilt, schließe sie sich in Kooperation mit der Jugend- und Drogenberatung der landesweiten Kampagne "Safer use - Vom Harz bis ans Meer" unter Federführung des Landesverbandes Aidshilfe Niedersachsen zur Risiko- und Schadensminimierung beim Drogengebrauch an.

Niedersachsens Gesundheits- und Sozialministerin Carola Reimann unterstütze die Kampagne: „Mir ist es sehr wichtig, dass Menschen erst gar nicht mit dem Drogenkonsum beginnen und dass bereits abhängige Menschen Hilfe in Anspruch nehmen, um den Drogenkonsum zu beenden. Für Menschen, die bereits drogenabhängig sind, wünsche ich mir vor allem in kleineren Ortschaften und auf dem Land mehr verlässliche Anlaufstellen. Die Safer-Use-Kampagne soll dafür sensibilisieren, sich und andere vor HIV, Hepatitis und anderen Krankheitserregern zu schützen. Das Nutzen von eigenem, sterilem Spritzbesteck und Zubehör kann das Risiko einer Ansteckung deutlich senken. Die Verteilung der Care Packs ist ein guter Ansatzpunkt, um auch schwer erreichbaren Drogenkonsumenten weiter Hilfen nahezubringen und über die Alternativen zu informieren.“

„Unsere Ziele sind, die Risiken beim Drogengebrauch zu minimieren, Infektionen zu vermeiden, die Testbereitschaft zu erhöhen und Hilfsangebote flächendeckend besser zu vernetzen. „Safer Use – Vom Harz bis ans Meer“ umfasst auch, Politik und Gesundheitsakteuren bewusst zu machen, wie viel noch zu tun ist, um Drogen gebrauchende Menschen vor zusätzlichen Gesundheitsrisiken, aber auch vor Ausgrenzung und Stigmatisierung zu schützen. Dafür braucht es neue Konzepte und Allianzen“, sagt Imke Schmieta, Geschäftsführerin der Aidshilfe Niedersachsen.

Die Aids-Hilfe Wolfsburg e. V. schließe sich in Kooperation mit der Jugend- und Drogenberatung Wolfsburg der Kampagne an. In der Umsetzung vor Ort werden in Wolfsburg zunächst 300 Packs mit sterilen Konsumutensilien und Gebrauchsanleitungen an drogengebrauchende Menschen ausgegeben. In den drei unterschiedlichen Care-Sets (Spriten, Sniefen und Rauchen) befinden sich außerdem leicht verständliche Tipps für die Risikominimierung bei Drogengebrauch. Zusätzlich werde damit für regelmäßige HIV- und Hepatitis-Tests geworben, insbesondere werde die Möglichkeit des HIV-Selbsttests bei der Verteilung angesprochen. „Es ist unser Ziel, mehr Drogen gebrauchende Menschen zu erreichen und für das Thema HIV und Aids zu sensibilisieren“, sagen Marion Bonas und Angela Bliese von der Aids-Hilfe Wolfsburg. „Wir erhoffen uns dadurch eine Erhöhung der Testbereitschaft. Nur wer seinen HIV-Status kennt, kann sich entsprechend medizinisch behandeln lassen und andere vor einer Infektion schützen.“ Udo Eisenbarth, Leiter der Jugend- und Drogenberatung Wolfsburg, sei sich sicher, dass die Care Packs von den Konsumenten gut angenommen werden.

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