SPD zum neuen Bibliothekskonzept in Wolfsburg

15. Mai 2018
Symbolfoto: Archiv
Wolfsburg. Das neue Bibliothekskonzept ist kurz vor seiner Fertigstellung. Am 14. Juni wird die Vorlage im Bildungshausausschuss erstmalig diskutiert. Ein Konzept für die Ausgestaltung einer Jugendbibliothek wird allerdings erst nach der Sommerpause präsentiert, berichtet die SPD.

Stadträtin Iris Bothe gab den Mitgliedern der SPD-Ratsfraktion jetzt schon vorab einen Einblick in die wichtigsten Überlegungen. „Die Ideen und Anregungen der Bildungshaus-Ausschuss-Mitglieder wurden sehr gut in das Konzept eingebunden“, lobt Dr. Christa Westphal-Schmidt, stellvertretende SPD- Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Bildungshausausschuss. Wenn es nach der SPD geht, wird die Arbeit in den Lernzentren der Schulen noch intensiviert. Auch die Kooperationen mit Kitas und Schulen sollen über die bereits bestehenden Angebote hinaus noch weiter ausgebaut werden.

Dr. Christina Westphal-Schmidt. Foto: SPD

„Die klassische Funktion der reinen Ausleihbibliothek schwindet“, berichtete Iris Bothe. Den- noch tut angesichts deutschlandweiter Zahlen die Leseförderung weiterhin Not: So liegt bei den Zwei- bis Drei-Jährigen zwar der Anteil der Beschäftigung mit Büchern noch bei 56 Prozent und der mit dem Medium Fernsehen bei 47. Doch das Bild dreht sich bei den Vier- bis Fünf-Jährigen komplett: Hier nimmt der Anteil des Fernseh-Schauens 53 Prozent ein, und nur noch 25 Prozent beschäftigen sich mit Büchern.

Daher wird die Aufgabe der Bibliothek(smitarbeiter) auch in Zukunft die Unterstützung von Familien bei der Leseförderung als Teil der Sprachförderung sein. Bothe: „Wir setzen weiterhin auf eine gezielte Ausrichtung der Aktivitäten auf Familien unterschiedlichster Herkunftssprachen.“ Deshalb soll die Stadtbibliothek zu einem Lernort mit niedrigschwelligen Zugang werden. Es soll Räume für Gruppenarbeit genauso wie Computerarbeitsplätze geben. Bothe: „Ziel ist eine gren- zenlose Bibliothek, die – im Dialog mit unterschiedlichsten Partnern – Information, Inspiration, Integration und Interaktion ermöglicht.“

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