Spuren der Vergangenheit als dokumentarisches Theater

27. Mai 2017 von
Eine drückende Stimmung hinterlässt bereits das Intro des Theaterstückes, das das Publikum auf das schwierige Thema einstimmt. Video / Foto: Sandra Zecchino
Wolfsburg. An diesem Wochenende führen die Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) das Stück "Spurensuche in der 'Stadt des KDG-Wagens'" auf. In einem intensiven Prozess recherchierten sie dafür die Vergangenheit und erarbeiteten ein Theaterstück, das dem Thema gerecht wurde ohne in Klischees zu verfallen. regionalHeute.de war bereits bei den Proben dabei.

„Wir begaben uns auf die Spuren unserer Vorfahren und erzielten eine Konfrontation mit den Bildern der Vergangenheit. Entstanden ist ein Theaterstück, das unsere Auseinandersetzung zeigt.“ Mit diesen Worten umschreibt der Kurs Darstellende Kunst des elften Jahrgangs des Theodor-Heuss-Gymnasiums Wolfsburg den Prozess hin zu ihrem dokumentarischen Theaterstück, das sie an diesem Wochenende aufführen.

Werden wir dem Thema gerecht?

Die 18 Schüler wurden von ihrer Lehrerin Sabine Nast, von Aleksander Nedelkovski, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS), sowie den beiden Regisseurinnen Carla vom Hoff und Johanna Dora Dieme vom Theaterpädagogischen Zentrum Braunschweig unterstützt. Der erste Weg führte sie ins IZS. Dort beschäftigteten sie sich mit den Arbeitern und ihren Schicksalen während der Produktion des Kraft durch Freude (KdF)-Wagens in der NS-Zeit. Sie entdeckten Zeitzeugenberichte, Fotos, Zeitungsartikel und vieles mehr und stellten sich schnell die Frage, wie sie diesem schwierigen Thema auf der Bühne gerecht werden können. Dabei wollten sie nicht in eine schauspielerische Darstellung von Nazis und ihren Opfern fallen, sondern ihren eigenen Prozess mit den Empfindungen und Erfahrungen in Bilder übersetzen.

Das Ergebnis führen sie am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag jeweils um 19 Uhr in der Aula des THG auf. Der Eintritt ist kostenlos.

Darstellendes Spiel als Ergänzung zu Kunst und Musik

In diesem Schuljahr wurde der Kurs erstmalig im THG angeboten und das Interesse war riesig. Über 40 Schüler wollten den Kurs anwählen und mussten größtenteils auf das nächste Jahr vertröstet werden.

„Bisher ist es nur ein zweistündiger Kurs, das heißt die Schüler können das Fach noch nicht als Prüfungsfach für das Abitur wählen“, erklärt Nast. „Aber das soll langfristig das Ziel sein.“

18 Schüler des THG gingen auf Spurensuche in der Vergangenheit und bringen ihre Erfahrungen dabei auf die Bühne.

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