Zimmermann: Equal Pay Day überflüssig machen – Lohnlücke schließen

15. März 2019
Pia Zimmermann. Foto: DIE LINKE
Wolfsburg/Berlin. "Frauen tragen in der Pflege die Hauptlast - beruflich und privat, und das bedeutet immer noch finanzielle Einbußen", so Pia Zimmermann, Sprecherin für Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag anlässlich des sogenannten Equal Pay Day.

Denn für Frauen habe das vergangene Jahr erst am 18. März geendet. Ein Grund für Sekt und Feuerwerk sei das nicht: Der am Montag statt findende Equal Pay Day markiere den Tag, bis zu dem Frauen vom 1. Januar an länger arbeiten müssen als Männer, um auf das gleiche Jahres-Bruttoentgelt zu kommen. Seit 2008 werde mit diesem Aktionstag deutlich gemacht, dass Frauen im Schnitt noch immer 21 Prozent weniger Gehalt als Männer bekommen.

Die Ursachen für diese Lohnlücke seien vielfältig: Die Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, seien oftmals die mit niedrigen Gehältern. Noch immer werde das Kochen einer Mahlzeit im Pflegeheim schlechter bezahlt als das Kochen von Stahl. Darüber hinaus seien es immer noch überwiegend Frauen, die für die unbezahlte Arbeit im Haushalt und für die Familie zuständig seien und nicht zuletzt deshalb oftmals nur in Teilzeit für Geld arbeiten könnten.

Um die Lohnlücke zu schließen, um den Equal Pay Day überflüssig zu machen, brauche es entsprechend vielfältige und vor allem konsequente politische Lösungen. DIE LINKE fordere ein echtes Entgeltgleichheitsgesetz mit verbindlichen Durchsetzungsinstrumenten, die Aufwertung von sozialen Dienstleistungsberufen und nicht zuletzt auch den Ausbau der sozialen Infrastrukturen.

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